• 08.08.2016, 13:03:30
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ÖGB-Anderl: Pilotprojekt „Elementarbildung“ wäre ein Meilenstein.

Aufgabenorientierung schafft Qualität

Utl.: Aufgabenorientierung schafft Qualität =

Wien (OTS) - "Ein gut ausgebautes Netz an qualitativ hochwertigen
Kinderbetreuungseinrichtungen ist eine Grundvoraussetzung um Frauen
Vollzeitarbeit zu ermöglichen. Darum ist der Vorschlag von AK und IV,
die Finanzierung der Elementarbildung auf Aufgabenorientierung
umzustellen, auch aus Sicht des ÖGB sehr zu begrüßen“, erklärt
ÖGB-Vizepräsidentin und Bundesfrauenvorsitzende Renate Anderl.++++

Damit sollen Gemeinden in Zukunft einen fixen Zuschuss pro betreutem
Kind erhalten – gestaffelt nach Alter des Kindes und Qualität der
Einrichtungen. Gemeinden mit gutem Angebot erhalten so mehr Mittel,
die anderen haben konkrete Anreize für den Ausbau. Auch die Kommunen
selbst sehen das Thema als wichtig; 99 Prozent der Gemeinden halten
laut einer Umfrage des Gemeindebundes den Ausbau der Elementarbildung
für wichtig oder sehr wichtig. Die Barcelona-Ziele zum Ausbau der
Kinderbetreuung sind nicht nur innerhalb der EU, sondern auch im
Bundesfinanzgesetz verankert. Und nicht zuletzt sagen 141.400 Eltern
(hier vor allem Mütter), dass sie keiner Erwerbsarbeit nachgehen oder
nur Teilzeit arbeiten, weil Kinderbetreuung fehlt.

Leistungsanreiz für hochwertige Kinderbetreuung

Auch technisch gesehen eignet sich die Elementarbildung als
Pilotprojekt im Finanzausgleich, weil sie klar in der Verantwortung
der Gemeinden liegt: „Grundsätzlich sind ja die Gemeinden zuständig
für die Bereitstellung von Kinderbetreuung und Elementarbildung. Den
gesetzlichen Rahmen dafür geben die Länder vor, sie unterstützen die
Gemeinden auch finanziell mit Zuschüssen. Ob und in welcher Höhe es
solche Zuschüsse gibt, können die Länder autonom entscheiden.

Deswegen variieren sie auch stark je nach Bundesland, Altersgruppe
oder Form der Einrichtung. Das macht die Sache unübersichtlich und
führt zu großen Unterschieden beim Angebot. Außerdem bleibt auch die
Höhe dieser Mittel gleich, egal wie gut oder schlecht eine Aufgabe
von einer Gemeinde wahrgenommen wird. Hier könnte die
Aufgabenorientierung Abhilfe schaffen und für eine faire und
transparente Mittelverwendung sorgen, da jene Gemeinden, die einen
qualitativ hochwertigen Kindergarten betreiben, auch mit den
entsprechenden finanziellen Mitteln dafür rechnen können“, betont
Anderl abschließend.

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