• 27.07.2016, 14:43:19
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vida-Hebenstreit: LKW-Maut-Ökologisierung ist Schritt Richtung Kostenwahrheit

Gewerkschaft: Für fairen Wettbewerb zwischen Schiene und Straße flächendeckende LKW-Maut umsetzen

Utl.: Gewerkschaft: Für fairen Wettbewerb zwischen Schiene und
Straße flächendeckende LKW-Maut umsetzen =

Wien (OTS) - Die Einrechnung von Zuschlägen für den Lärm- und
Schadstoffausstoß von LKW auf Autobahnen und Schnellstraßen ins
Mautsystem ab 2017 – die Mauttarifverordnung des Verkehrsministeriums
wurde heute in Begutachtung geschickt – wird vom Fachbereich
Eisenbahn in der Gewerkschaft vida ausdrücklich begrüßt. "Trotz
unsachlicher und gebetsmühlenartiger Verhinderungsbestrebungen aus
der Wirtschaftskammer und seitens der Frächterlobby stellt diese
Maßnahme einen Schritt hin zu mehr Kostenwahrheit und fairerem
Wettbewerb zwischen Schiene und Straße dar", betont
vida-Fachbereichsvorsitzender Roman Hebenstreit.++++

Dass nun erstmals Kosten für Lärmbelastung und Schadstoffausstoß in
die Maut einberechnet werden sei ein guter Anfang. "Tatsächliche
Kostenwahrheit zwischen Schiene und Straße wird sich aber nur durch
die Einführung einer flächendeckenden LKW-Maut im gesamten
österreichischen Straßennetz herstellen lassen", fordert Hebenstreit
die Bundesländer auf, "vor der Frächterlobby nicht länger in die Knie
zu gehen" und ihre diesbezüglichen Widerstände für den Erhalt von
guten Arbeitsplätzen bei den österreichischen Bahnen endlich
aufzugeben. "Lohn- und Sozialdumping reißen durch den
grenzüberschreitenden Straßengütertransport aufgrund fehlender
Kontrollen immer mehr in Österreich ein. Das wollen wir hier nicht",
bekräftigt der vida-Verkehrsgewerkschafter.

Mit einer flächendeckenden LKW-Maut könnte der zusätzlich benötigte
Sanierungsbedarf der Straßen von rund 600 Millionen Euro jährlich
abgedeckt werden. Die Zeit eile aber, denn eine Aufschiebung der
Sanierung von Straßen um nur fünf Jahre treibe die Kosten laut
AK-Studie im Schnitt um 24 Prozent nach oben; bei einer Verschiebung
um neun Jahre sogar um 150 Prozent. "Diese hohe zusätzliche Belastung
muss den SteuerzahlerInnen erspart bleiben", bekräftigt Hebenstreit.

"LKW verursachen den Großteil der Fahrbahnschäden und fahren trotzdem
auf 98 Prozent des Straßennetzes gratis. Eine LKW-Mautausweitung
würde deshalb nicht nur dem Verursacherprinzip Rechnung tragen,
sondern sich auch positiv auf die Arbeitsplatzsituation auswirken –
gerade auch in entlegenen Regionen, wenn die eingehobenen Mautgelder
dort für die Straßeninstandsetzung eingesetzt werden. 10.000
zusätzliche Arbeitsplätze könnten so geschaffen werden. Angesichts
der hohen Arbeitslosigkeit darf sich hier die Wirtschaftskammer nicht
länger taub stellen", sagt Hebenstreit.

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