• 27.07.2016, 13:00:11
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GPA-djp-Bachmeier: Volle Unterstützung für die NIKI-Beschäftigten

KV-Verhandlungen stocken - Beschäftigte fordern versprochene Modernisierung und signalisieren Bereitschaft für Arbeitskampf

Utl.: KV-Verhandlungen stocken - Beschäftigte fordern versprochene
Modernisierung und signalisieren Bereitschaft für Arbeitskampf =

Wien (OTS) - Rund 400 Beschäftigte und der Betriebsrat der NIKI
Luftfahrt GmbH haben heute im Rahmen einer Betriebsversammlung am
Flughafen Schwechat für einen fairen Kollektivvertrag und für mehr
Information über die Zukunft des Unternehmens appelliert:
Hintergrund sind die ins Stocken geratenen
Kollektivertragsverhandlungen für die 840 Beschäftigten und die
Verunsicherung nach Medienberichten über den Mutterkonzern Air
Berlin. ++++

"Wir haben die Kolleginnen und Kollegen darüber informiert, dass wir
uns mit der Geschäftsführung beim Abschluss des ersten
Kollektivvertrags vor zwei Jahren darauf geeinigt haben, diesen
Kollektivvertrag gemeinsam weiterzuentwickeln - bis jetzt ist nichts
passiert. Das ist auch angesichts häufiger Wechsel in der
Geschäftsführung inakzeptabel", erklärt Betriebsratsvorsitzender
Stefan Tankovits. Die aktuelle Gehaltsstruktur sieht beispielsweise
vor, dass rund ein Drittel des Gehalts für FlugbegleiterInnen von den
tatsächlich geleisteten Flugstunden abhängig ist. Fallen Flüge
außerhalb der Top-Reisezeiten weg oder wegen technischer Probleme und
anderer Gründe aus, kann das ein gewaltiges Minus auf dem
Gehaltszettel der Beschäftigten ausmachen. Sowohl für
FlugbegleiterInnen als auch für PilotInnen seien derzeit außerdem
All-in Pauschalen vorgesehen: "Wir fordern eine klare Definition
aller Pauschalen für Standby und Schulungen sowie eine Neugestaltung
der Verwendungsgruppen." Diese Forderungen gehen Hand in Hand mit
jener nach dem Aufschließen zur Gehaltsstruktur des Mutterkonzerns
Air Berlin. In Einzelfällen betrage das Minus Betroffener bei flyniki
vergleichsweise bis zu 70 Prozent, erklärt Tankovits: "Die
Geschäftsführung hatte auch in der dritten Verhandlungsrunde keine
akzeptablen Angebote. Wir hatten keine Alternative als die
Kolleginnen und Kollegen in einer Betriebsversammlung detailliert zu
informieren und gemeinsam die weitere Vorgangsweise zu beschließen."

Die Belegschaft der NIKI Luftfahrt GmbH habe ihre Solidarität mit den
Unternehmenszielen in den vergangenen Jahren mehrfach unter Beweis
gestellt, so Tankovits. Jetzt wird die Geschäftsführung in einer
heute mit einer einzigen Gegenstimme beschlossenen Resolution
aufgefordert, konkrete Schritte zur Modernisierung des
Kollektivvertrags zu setzen, um ihn konzernüblichen Standards
anzupassen. Außerdem fordern die Beschäftigten Informationen der
Geschäftsführung über den aktuellen Stand von Verhandlungen mit dem
Mutterkonzern beziehungsweise über den Fortbestand des Unternehmens
sowie über mögliche Auswirkungen für die NIKI Luftfahrt GmbH
unmittelbar an die Kolleginnen und Kollegen, heißt es in der
Resolution und weiter: Die Belegschaft ist bereit, wenn nötig mit
Kampfmaßnahmen, für die Erfüllung dieser Forderungen einzustehen. Die
Betriebsversammlung wurde damit heute offiziell unterbrochen, sie
kann ohne Vorankündigung jederzeit wieder aufgenommen werden, um die
weitere Vorgangsweise abzustimmen.

"Die GPA-djp nimmt im Rahmen der Kollektivvertragsverhandlungen ihre
Aufgabe wahr, gemeinsam mit dem Management ein faires Regelwerk für
FlugbegleiterInnen und PilotInnen zu erarbeiten", bestätigte Alois
Bachmeier, stv. Bundesgeschäftsführer im Rahmen der
Betriebsversammlung die volle Unterstützung der GPA-djp (Gewerkschaft
der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier): "Wir tun das
mit aller notwendigen und gebotenen Sorgfalt und Verantwortung, damit
das Unternehmen und mit ihm die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Die
Beschäftigten von NIKI geben ihr Bestes, wenn es um die Betreuung und
Beförderung der Passagiere geht, dafür verdienen sie auch faire,
internationalen Standards entsprechende Rahmenbedingungen und
Bezahlung."

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