• 13.07.2016, 10:35:31
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ÖH Uni Wien: Österreichische Lösung - fauler Kompromiss "Bildungsmilliarde" lässt Universitäten auf der Strecke

Eine echte Bildungsreform ist ohne Gesamtschule und Ausfinanzierung der Hochschulen nicht möglich

Utl.: Eine echte Bildungsreform ist ohne Gesamtschule und
Ausfinanzierung der Hochschulen nicht möglich =

Wien (OTS) - Das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien kritisiert die
Ausgestaltung der gestern angekündigten Bildungsmilliarde. „Schon
lange fordern wir mehr Geld für Bildung und Wissenschaft. Die
Bildungsmilliarde stellt jedoch nur einen zaghaften Schritt in diese
Richtung dar“, so das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien. Kritisch wird auch
die Reform der Bankenabgabe gewertet.
"Das ist ein fauler Kompromiss, wenn sich die Regierung offenbar nur
dann auf eine Bildungsinvestition einigen kann, wenn gleichzeitig
Banken massiv entlastet werden! Gerade bei einer einmaligen
Investition gewinnen dabei langfristig wieder nur Banken. Vor allem
Wissenschaftsminister Mitterlehner scheint kein Interesse daran zu
haben, endlich lange geforderte Reformen an Universitäten anzugehen",
so Karin Stanger (GRAS) vom Vorsitzteam der Hochschüler_innenschaft
an der Universität Wien. Eine einmalige Bildungsinvestition zeugt
nicht von einem programmatischen Vorgehen der Regierung, offenbar
wurde ein kurzfristiger Erfolg vor dem Sommer gebraucht.

"Zwar ist der Ausbau der Ganztagsschulen zu begrüßen, doch eine
weitere Förderung fortschrittlicher Bildungspolitik wäre dringend
notwendig. Als nächster Schritt muss vor allem die Einführung der
Gesamtschule folgen. Das Schulsystem muss grundsätzlich reformiert
werden: Das schließt Unterrichtsmethoden, sowie die
Leistungsbeurteilung von Schüler_innen mit ein", erklärte Alina
Bachmayr-Heyda (VSStÖ) vom Vorsitzteam der ÖH Uni Wien. Bildung muss
als Ganzes gedacht werden, daher ist nur eine verschränkte Form der
Ganztages- und Gesamtschule im Sinne der Chancengerechtigkeit
zielführend.

Weitere 100 Millionen Euro sollen verwendet werden, um 5000 neue
Plätze auf Fachhochschulen zu schaffen. "Universitäten sehen von
diesem Geld aber keinen einzigen Euro und somit wird ein Abbau von
selektiven Zugangsbeschränkungen und eine Verbesserung der prekären
Dienstverhältnisse ausbleiben. Eine bessere soziale Durchmischung an
Universitäten ist dringend notwendig, so sind auch dort Investionen
nötig", führt Elisabeth Weissensteiner (KSV-LiLi) abschließend aus.

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