- 06.07.2016, 12:00:01
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waff Förderung für innovative Betriebe schafft neue Jobs: aktueller Call läuft bis 18.8.
Meidlinger/Huemer/Toifl besuchen Wiener Betriebe, die von spezieller waff Förderung profitieren
Utl.: Meidlinger/Huemer/Toifl besuchen Wiener Betriebe, die von
spezieller waff Förderung profitieren =
Wien (OTS) - Der Vorstandsvorsitzende des Wiener ArbeitnehmerInnen
Förderungsfonds besuchte heute Mittwoch gemeinsam mit den waff-
Vorstandsmitgliedern LAbg. Barbara Huemer (Grüne) und KR Georg Toifl
von der Wirtschaftskammer Wien die Wiener Schneckenmanufaktur
Gugumuck im 10. Bezirk sowie LOCCA lost& found Services GmbH im 9.
Bezirk. Beide Unternehmen haben vor kurzem vom waff eine spezielle
Förderung erhalten. Der waff unterstützt damit Klein- und
Mittelbetriebe, die Innovationsvorhaben umsetzen wollen und auf
diesem Weg wichtige neue Arbeitsplätze schaffen.
Die Förderinitiative „Innovation & Beschäftigung“ umfasst
Unterstützung bei Produkt- und Prozessinnovationen, ebenso wie auch
bei Innovationen, die sich dem Thema „Qualität der Arbeit“ widmen.
Vom waff gibt es daher auch Geld für Innovationen, die zum Beispiel
dazu beitragen, ältere MitarbeiterInnen länger gesund im Arbeitsleben
zu halten, bestehende Benachteiligungen von Frauen oder von
ArbeitnehmerInnen mit besonderen Bedürfnissen abzubauen und
Hilfskräfte in Weiterbildungsmaßnahmen einzubeziehen.
Konkret gefördert werden die Weiterbildungskosten von
MitarbeiterInnen und die Personalkosten von
„InnovationsassistentInnen“, die für die Umsetzung der
Innovationsvorhaben benötigt werden.
Seite 2013 wurden 198 Unternehmen unterstützt und über 200
neue Jobs geschaffen
Im Rahmen der seit 2013 durchgeführten Calls haben insgesamt 198
Wiener Unternehmen Förderzusagen erhalten. Insgesamt sind dafür rund
8,1 Millionen Euro veranschlagt. Durch die Aufnahme bzw. den Einsatz
von InnovationsassistentInnen, die an der Umsetzung der Innovationen
arbeiten, werden unmittelbar über 200 neue Arbeitsplätze geschaffen.
Weitere rund 500 MitarbeiterInnen profitieren durch
innovationsbezogene Weiterbildung.
Meidlinger: „Das besondere an der waff Förderung ist, dass
Unternehmen und ArbeitnehmerInnen in gleicher Weise davon
profitieren“
Dazu Christian Meidlinger, Vorstandsvorsitzender des waff :
„Innovative Unternehmen sind nicht nur für den Erfolg des
Wirtschaftsstandortes Wien entscheidend, sie sind vor allem auch eine
wichtige Grundvoraussetzung für die Erhaltung und die Schaffung von
Arbeitsplätzen. Da es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gerade für
Klein- und Mittelbetriebe oft schwer ist, in Innovationen zu
investieren, unterstützt sie der waff dabei. Das Besondere an der
waff-Förderung ist, dass ArbeitnehmerInnen und Unternehmen in
gleicher Weise profitieren. Durch die InnovationsassistentInnen
schafft sie direkt neue Jobs und ermöglicht MitarbeiterInnen
entsprechende Weiterbildungen.“
Huemer: „Gerade jetzt brauchen wir Programme, die neue Jobs
schaffen“
LAbg. und waff Vorstandsmitglied Barbara Huemer unterstreicht:
„Gerade in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit brauchen wir Programme,
die neue Jobs schaffen helfen. Ich freue mich, dass die
Innovationsstrategie des waff genau dort erfolgreich ansetzt.
Zusätzlich bietet sie die Möglichkeit für Betriebe, soziale
Innovation anzukurbeln, etwa bei Frauenförderung oder
alternsgerechtes Arbeiten."
Toifl, Wirtschaftskammer Wien: „Direkte Förderung von
konkreten Innovationsvorhaben Vorhaben in Unternehmen bringt hohen
Kosten/Nutzeneffekt“
waff-Vorstandsmitglied Georg Toifl, Wirtschaftskammer Wien,
betont: „Die Idee mit Hilfe eines Programmes des waff eine sehr
praxisnahe Unterstützung von Unternehmen in Wien zu realisieren,
wurde bereits von 2001 bis 2012 mit der Förderung
„Innovationsassistenz“ umgesetzt. Es wurden in dieser Zeit 1112
Förderanträge eingereicht und 583 Förderzusagen erteilt. 490
Unternehmen konnten damit 943 neue Mitarbeiter einstellen und 2082
TeilnehmerInnen konnten an Qualifizierungen teilnehmen. Fast 28
Millionen Euro war die genehmigte Fördersumme. Mit den zielgenauen,
gemeinsam mit den Unternehmen ermöglichten Ausbildungen, war dies
eines der erfolgreichsten Projekte des waff. Ab 2013 wurde – nach
einer Änderung der Richtlinien – die Förderung unter dem Titel
„Innovation und Beschäftigung“ weitergeführt. Auch dabei ist die
Anzahl der eingereichten Förderanträge nicht geringer geworden. Nur
die besten Förderanträge können mit einer Unterstützung rechnen. Aus
Sicht der Wirtschaft würden wir uns eine Aufstockung der jährlich zur
Verfügung stehenden Fördermittel wünschen. Gerade die direkte
Förderung von konkreten Innovationsvorhaben in Unternehmen bringt
einen sehr hohen Kosten/Nutzeneffekt und der Mitteleinsatz im
Verhältnis zu den neu geschaffenen Arbeitsplätzen ist sehenswert.“
Positives Feedback von Andreas Gugumuck, Wiener Schneckenfarm
und Julian Breitenecker, LOCCA lost & found GmbH zur Unterstützung
durch den waff
Andreas Gugumuck, Begründer der Wiener Schneckenmanufaktur in
Rothneusiedl beliefert die Wiener Spitzengastronomie und gehört zu
den Future-Food-Pionieren in Österreich. Mit Hilfe der waff-Förderung
sollen neuartige und qualitativ hochwertige Schneckfertigprodukte
entwickelt und am Markt eingeführt werden. Andreas Gugumuck zur
Unterstützung durch den waff: „Durch die waff Förderung konnte ich
schon in der betrieblichen Aufbauphase eine Innovationsassistentin
anstellen und unserem jungen Produktionsleiter die Weiterbildung zum
zertifizierten Hygienemanager ermöglichen.“
Die LOCCA GmbH entwickelt das „LOCCAPhone“. Das Notfalltelefon
soll den BenutzerInnen eine präzise In- und Outdoor Ortung z.B. von
Kindern und älteren Personen mit Hilfe eines neu entwickelten
GPS-Trackers ermöglichen. LOCCA Geschäftsführer Julian Breitenecker:
„Gerade als Startup können wir eine Unterstützung in den
Personalkosten dringend benötigen. So konnten wir zwei zusätzliche
Kräfte einstellen und bekommen mehr Geschwindigkeit in der
Entwicklung und verkürzen das „time to market“ erheblich.“
Große Bandbreite bei geförderten Innovationen - neben
klassisch technologischen Innovationen setzen Unternehmen zunehmend
auch auf soziale
Die Bandbreite der in den bisherigen Calls eingereichten
Innovationsvorhaben ist vielfältig. Sie reicht von den klassischen
technologischen bis hin zu ökologischen und sozialen Innovationen.
Die überwiegende Mehrheit der seit 2013 unterstützen Unternehmen
erhielt die waff- Förderung für die Umsetzung von technologischen
Innovationen, wie z.B. die Entwicklung einer Reinigungsmethode für
poröse Metallfilter auf Basis von Ultraschall; die Entwicklung einer
Prüfmethode zur Brandsicherheit von Kabeln und die Entwicklung einer
neuen Materialabscheidungsmethode nach dem Prinzip des 3-D-Druckens.
Einige Unternehmen konnten aber auch bei der Umsetzung von
„sozialen Innovationen“ vom waff unterstützt werden. So entwickelte
z.B. Firma SignTime GmbH ein eigenes Management-Tool, um Diversity
Aktivitäten im Unternehmen mess- und steuerbar zu machen. Weiters
setzt das Unternehmen auf die Verbesserung der Schriftsprachkompetenz
von gehörlosen MitarbeiterInnen, um die Chancengleichheit insgesamt
zu erhöhen und ihre Aufstiegsmöglichkeiten zu verbessern.
TSB-Transdanubia Nikolai GmbH unterstützt österreichweit blinde und
sehbehinderte Menschen mit innovativen Sehhilfen. Die Hälfte der
MitarbeiterInnen ist selbst sehbehindert oder blind. Dank des vom
waff geförderten Projekts kann das Unternehmen eine barrierefreie
Fernwartungs- und Fernschulungslösung entwickeln, die nicht nur die
Arbeitsprozesse erleichtert, sondern auch hilft, Arbeitsplätze zu
sichern bzw. neue zu schaffen. Den sogenannte „gender-bonus“, der für
spezielle Initiativen zur Gleichstellung von Frauen und Männern im
Unternehmen vergeben wird, erhielten seit 2013 fünf Betriebe.
„Genau diese Vielfältigkeit zum Vorteil von ArbeitnehmerInnen und
Unternehmen macht den Erfolg unserer Förderschiene aus“, ist
Meidlinger überzeugt. Erfreulich sei, so der waff-
Vorstandsvorsitzende weiter, dass es mittlerweile auch mehr
Unternehmen gebe, die mit Hilfe der Förderung soziale Innovationen
zur Umsetzung bringen und damit einen gezielten Beitrag zu neuen und
verbesserten Qualitätsstandards am Arbeitsplatz für die
MitarbeiterInnen leisten. Meidlinger: „Ich hoffe, dass diesen
Beispielen noch weitere Wiener Unternehmen folgen werden, denn es ist
weder für die MitarbeiterInnen noch für die Unternehmen egal, wie
Arbeit in Zukunft gestaltet ist. Die Zukunft der Arbeit beginnt
heute. Je qualitätsvoller, je nachhaltiger, je sozialer, umso besser,
umso ‚gewinnbringender‘ im umfassenden Sinn für beide Seiten.“
Aktueller Förder-call läuft noch bis 18. August
Heuer sind für die Förderschiene „Innovation & Beschäftigung“ 2, 5
Mio. Euro veranschlagt. Im Rahmen des ersten calls 2016 bekamen 32
Unternehmen Förderzusagen in der Höhe von 1,2 Mio. Euro. Durch die
Aufnahme von InnovationsassistenInnen werden 44 neue Jobs geschaffen.
Im Rahmen des aktuellen calls können interessierte Unternehmen noch
bis
18. August Förderansuchen einreichen. Ende dieses Jahres ist ein
weiterer Call geplant. Weitere Informationen: www.waff.at; Tel.: 01
217 48 - 516 (schluss)
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