• 23.06.2016, 11:58:10
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ÖGfE-Schmidt: Mehrheit der ÖsterreicherInnen konstant für EU-Mitgliedschaft

50 Befragungen seit 1995 - Durchschnittlich 70 Prozent für, 23 Prozent gegen Verbleib in der EU - Umfrage

Utl.: 50 Befragungen seit 1995 - Durchschnittlich 70 Prozent für, 23
Prozent gegen Verbleib in der EU - Umfrage =

Wien (OTS) - „BefürworterInnen und GegnerInnen eines Brexit liefern
sich beim heutigen EU-Referendum in Großbritannien ein
Kopf-an-Kopf-Rennen. Auch in Österreich wird zuweilen heftig über die
Europäische Integration diskutiert, ein Austritt aus der EU kommt
allerdings für die große Mehrheit der ÖsterreicherInnen nicht in
Frage. In insgesamt 50 Befragungen der Österreichischen Gesellschaft
für Europapolitik waren die BefürworterInnen der Mitgliedschaft stets
in der Überzahl“, betont Paul Schmidt, Generalsekretär der
Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE).

Im Durchschnitt - der insgesamt 50 österreichweiten ÖGfE-Befragungen
seit Juni 1995 - lag die Zahl der BefürworterInnen der
EU-Mitgliedschaft Österreichs bei rund 70 Prozent, die Zahl der
GegnerInnen bei 23 Prozent. Die höchste Zustimmung zur
EU-Mitgliedschaft fand sich im Juni/Juli 2002 (80 Prozent), der
stärkste Wunsch nach einem Austritt im Juni/Juli 2008 (33 Prozent).

Download Zeitreihe: http://bit.ly/1SNe20O

In der aktuellsten ÖGfE-Umfrage, die vom 28. April bis 2. Mai
durchgeführt wurde, sprechen sich 60 Prozent der Befragten dafür aus,
dass unser Land EU-Mitglied bleibt. 31 Prozent plädieren für einen
Austritt. 9 Prozent beziehen keine Stellung.

Frauen befürworten im Frühjahr 2016 zu 63 Prozent die
EU-Mitgliedschaft Österreichs, Männer zu 57 Prozent. Der Wunsch nach
einem EU-Austritt liegt bei den männlichen Befragten bei 37 Prozent,
bei den weiblichen bei 26 Prozent. Während Befragte mit
Universitätsabschluss zu 85 Prozent für den Verbleib Österreichs bei
der EU plädieren (EU-Austritt: 13 Prozent), sind es bei Personen mit
Matura 67 Prozent (EU-Austritt: 25 Prozent). Bei Befragten mit
Berufs- und Handelsschulabschluss lautet das Verhältnis 57 Prozent
(„bleiben“) zu 35 Prozent („austreten“), bei Befragten mit
Pflichtschulabschluss 53 Prozent („bleiben“) zu 34 Prozent
(„austreten“).

„Mit dem Vertrag von Lissabon wurde die Möglichkeit eines Austritts
aus der EU erstmals rechtlich geregelt. Eine aus demokratiepolitscher
Sicht wichtige Neuerung. Dennoch wäre - bei allen derzeitigen
Problemen - ein Zurück zu nationalstaatlichen Scheinlösungen in einer
zunehmend globalisierten Welt ein Weg in die Sackgasse.“

Die aktuelle Umfrage wurde von der Sozialwissenschaftlichen
Studiengesellschaft vom 28. April bis 2. Mai 2016 im Auftrag der ÖGfE
durchgeführt. Befragt wurden österreichweit 542 Personen per Telefon
(repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16
Jahre/Gewichtung nach Geschlecht, Alter und Bildung). Fehlende Werte
auf 100 Prozent = „weiß nicht/Keine Angabe“. Maximale
Schwankungsbreite ca. +/- 4,3 Prozent.

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