- 14.06.2016, 14:37:06
- /
- OTS0192 OTW0192
Petschar begrüßt heutigen Milchdialog
Weitere Forcierung der Qualitätsstrategie im Mittelpunkt
Utl.: Weitere Forcierung der Qualitätsstrategie im Mittelpunkt =
Wien (OTS) - Die österreichischen Milchbauern sind infolge des
Russland-Embargos, der gesteigerten Milchanlieferung in der EU nach
Abschaffung der Milchquote sowie der verringerten Nachfrage in
wichtigen Exportländern unverschuldet unter Druck gekommen. Den
heimischen Milchverarbeitern ist es aber durch eine konsequente
Qualitätsstrategie, regionale Spezialitäten, Vielfalt und Innovation
bei den Produkten gelungen (Gentechnikfreiheit, Bioprodukte,
Heumilchprodukte, Biowiesenmilch, etc.) die drastischen
Preisabsenkungen etwas abzufangen, erfreulich ist, daß diese Produkte
auch im Export zunehmend nachgefragt werden. „Aufgrund der äußerst
schwierigen aktuellen Lage in der Milchwirtschaft ist aber dennoch
ein wirksames Unterstützungspaket erforderlich, um die Zukunft der
heimischen Milchwirtschaft bestmöglich abzusichern. Die im heutigen
Milchdialog angesprochenen Maßnahmen und Initiativen werden begrüßt
und sollten zur Verbesserung der Situation ehestbaldig umgesetzt
werden“, forderte der Präsident der Vereinigung Österreichischer
Milchverarbeiter (VÖM), Direktor Helmut Petschar, beim heutigen
Milchdialog im Parlament.
Die Österreichische Milchwirtschaft versteht sich als integrierter
Bestandteil des europäischen Milchmarktes. Österreichs
Milchwirtschaft erbringt für Österreich äußerst wichtige Leistungen,
sie stellt die Ernährungssicherheit auf höchsten Qualitätsniveau
sicher, sie schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung auf den
Bauernhöfen und im ländlichen Raum, die klein- und
mittelstrukturierte Milchwirtschaft im Berggebiet ist verantwortlich
für die Pflege der Kulturlandschaft, sie ist die Basis für unseren
Fremdenverkehr, weiters erbringt die Milchwirtschaft vielfältige
Umweltleistungen, Österreichs Milchwirtschaft hat die EU-weit besten
Umweltwerte.
Notwendig ist ein Paket an
.) wirksamen Hilfsmaßnahmen auf EU- und auf nationaler Ebene: die
heimischen Milchbauern dürfen gegenüber Landwirten aus anderen
Ländern nicht benachteiligt werden, dies umfasst Maßnahmen der
Gemeinsamen Agrarpolitik und nationale Hilfsmaßnahmen.
.) Eine konsequente Unterstützung der Qualitätsstrategie durch ein
bewusstes Einkaufsverhalten des Lebensmitteleinzelhandels und der
Großverbraucher, dazu ist es auch unerlässlich, die Be- und
Verarbeitungswirtschaft bei Investitionen entsprechend zu
unterstützen, schließlich ist eine gut aufgestellte Be- und
Verarbeitung bester Garant für ein entsprechendes Milchgeld.
.) Absicherung und Erschließung neuer Märkte, um dadurch die
Wertschöpfung der heimischen Milchwirtschaft zu steigern.
„Österreich ohne eine funktionierende Milchwirtschaft ist nicht
vorstellbar. Die heimischen Molkereien verstehen sich als Partner der
Milchbauern. Die Absicherung der Milchwirtschaft erfordert in dieser
schwierigen Zeit einen breiten Schulterschluss aller Akteure“, so
Petschar.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | RAV






