• 09.06.2016, 10:47:40
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Regenbogenpark und Regenbogenparade: Wien setzt Zeichen für gleiche Rechte

Beratung, Festprogramm und Austausch von 16. bis 18. Juni im Sigmund-Freud-Park – Regenbogenparade startet am 18. Juni um 15 Uhr

Utl.: Beratung, Festprogramm und Austausch von 16. bis 18. Juni im
Sigmund-Freud-Park – Regenbogenparade startet am 18. Juni um
15 Uhr =

Wien (OTS) - „Wien setzt auch heuer wieder ein Zeichen für gleiche
Rechte für Lesben, Schwule, Intersex- und Transgender-Personen. Dafür
sind die Regenbogenfahnen am Wiener Rathaus ein weithin sichtbares
Symbol“, betonten Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Die Grünen),
Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) und HOSI-Wien-Obmann Christian
Högl am Donnerstag: Vor dem jährlichen gemeinsamen Hissen der
Regenbogenfahnen am Haupteingang wurde auf einer gemeinsamen
Pressekonferenz über den Regenbogenpark und die Wiener
Regenbogenparade informiert.

„Die Parade steht heuer unter dem Motto ‚Grenzen überwinden‘“,
erklärte Högl, „Natürlich soll damit einerseits das Flüchtlingsthema
angesprochen und darauf hingewiesen werden, dass Menschen in vielen
anderen Ländern aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer
Geschlechtsidentität verfolgt werden. Aber wir wollen damit auch die
Geschlechtergrenzen an sich thematisieren und ganz generell auf
Ausgrenzungen hinweisen.“

„Bei der Routenführung der Parade mussten wir diesmal einerseits
auf den ‚Marsch für Jesus‘ Rücksicht nehmen, der vor uns über die
Ringstraße zieht. Mit dessen Organisatoren haben wir jedoch einen
guten Kompromiss gefunden, der bedingt, dass wir heuer wieder in
Fahrtrichtung marschieren werden. Anderseits werden wir aufgrund der
Sperre am Universitätsring, die der Übertragung der Fußball-EM
geschuldet ist, diesmal einen Teil unserer Ring-Umrundung über die
Zweierlinie führen. Der Zuspruch zur Parade ist beeindruckend: 20
große Trucks und viele andere Wägen und Fußgruppen haben sich
angemeldet, sodass wir neuerlich mit einem Besucherrekord rechnen.“

„Neu ist der Regenbogenpark, der dieses Jahr zum ersten Mal
stattfindet und im Sigmund-Freud-Park vor der Votivkirche seine Zelte
aufschlagen wird. Es wird, ähnlich wie beim Pride Village in den
letzten Jahren, Infostände von Organisationen und Einrichtungen der
LSBTI-Community geben, und auf der Festbühne wird es neben kurzen
Ansprachen Freitag und Samstag auch ein umfangreiches Musikprogram
mit nationalen und internationalen Beiträgen geben“, ergänzte
Christian Wendler, Mitglied des Regenbogen-Organisationsteams.

„Wien ist eine lebendige, weltoffene Stadt, die Gleichstellung
lebt. Die Regenbogenparade ist dafür ein sichtbares Zeichen. Wien hat
auf dem Weg zur Gleichstellung viel geschafft, trotzdem haben wir
noch viel vor uns. Die vollkommene Gleichstellung von Lesben,
Schwulen, Intersex- und Transgender-Personen auf Bundesebene ist
längst überfällig. Wir wollen, dass Lesben und Schwule heiraten
dürfen und Hetero-Paare auch den Zugang zur Eingetragenen
Partnerschaft bekommen. Wir wollen das so genannte Levelling-up beim
Diskriminierungsschutz, damit sich Lesben, Schwule und
Transgender-Personen auch gegen Diskriminierung außerhalb der
Arbeitswelt rechtlich wehren können“, so Vizebürgermeisterin Maria
Vassilakou.

Stadträtin Sandra Frauenberger berichtete über den
Jahresschwerpunkt der Wiener Antidiskriminierungsstelle für
gleichgeschlechtliche und Transgender-Lebensweisen: „Wir treiben in
Wien die Gleichstellung von Lesben, Schwulen Intersex- und
Transgender-Personen voran. Vor kurzem haben wir den Startschuss für
das österreichweit erste Regenbogenfamilienzentrum gegeben, das in
Wien-Margareten ein Ort der Vernetzung und Beratung sein wird. Leider
ist auch in unserer Stadt Homophobie und Diskriminierung ein Thema,
30 Prozent der Lesben, Schwulen, Intersex- und Transgender-Personen
haben bereits Übergriffe im öffentlichen Raum erlebt. Dem treten wir
als Stadt entschieden entgegen: Wien ist eine bunte Stadt der
Vielfalt!“

Pressebilder zur Pressekonferenz sind in Kürze unter
www.wien.gv.at/pressebilder/ abrufbar. (Schluss)

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