• 30.05.2016, 12:00:01
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IG-Milch und Wir haben es satt Plattform: 1. Juni Weltmilchtag - Milchdialog ist eine wichtige Chance Krise zu überwinden

Wien (OTS) - Da sich die Milchkrise stetig und immer weiter zuspitzt,
ist der Handlungsbedarf enorm. Die Liberalisierung des Milchmarktes
ist ein großer Teil des Problems und weder Bäuerinnen und Bauern,
noch Konsumentinnen und Konsumenten sind allein in der Lage
nachhaltige Lösungsansätze zu finden. Daher begrüßen wir ausdrücklich
die Umsetzung der von mehreren Gruppen eingebrachten Forderung des
Milchdialoges.

Unter Leitung des zuständigen Ministers Rupprechter kommt es am 14.
Juni zu einem gemeinsamen Treffen von MandatarInnen, Bäuerinnen und
Bauern, Verarbeitern, Lebensmittelhändlern, Konsumentenvertretern
aber auch von zivilgesellschaftlichen Organisationen, die bereit
sind, einen konstruktiven Beitrag für vernünftige Lösungen zu
leisten. Dies kann nur der Start eines dauerhaften Dialoges sein, der
zum einen die verschiedenen Interessen sichtbar macht, aber zum
anderen tragfähige und nachhaltig wirkende Kompromisse finden soll.
Die bisher oft klassenkämpferischen, gegenseitigen Vorwürfe zwischen
ProduzentInnen und KonsumentInnen, aber auch zwischen
Interessensvertretung, Verarbeitungsindustrie und Lebensmittelhandel
sind nicht geeignet, eine gesellschaftlich tragfähige Entwicklung der
Milchwirtschaft in Österreich zu gewährleisten.

Die IG-Milch hat Anfang des Jahres mit der ÖBV-Via Campesina und den
Grünen Bäuerinnen und Bauern ein Milch-Manifest erarbeitet, das in
zehn Punkten konkrete Lösungsansätze anbietet. Dieses Milch-Manifest
wird von vielen Organisationen der Zivilgesellschaft unterstützt und
stellt damit erstmals ein breites gesellschaftliches Bündnis
bäuerlicher Organisationen mit entwicklungspolitischen, kirchlichen
und Umweltorganisationen dar. Dies kann eine notwendige Korrektur
vieler Fehlentwicklungen ermöglichen. Der Schlüssel dazu ist ein
Zurückfahren der produzierten Milchmenge. Die Intensivierung der
Milchproduktion durch Futtermittelimporte aus Übersee führt zu nicht
verkaufbaren Überschüssen, die gleichzeitig die Gesundheit der Kühe
gefährdet und damit zur Verschlechterung der Milchqualität führt.
Dies zerstört aber auch die Marktpreise in Österreich und Europa und
gefährdet die Existenz tausender heimischer Milchviehbetriebe,
während gleichzeitig Dumping-Exporte Märkte in anderen Weltregionen
zerstören. Genau deshalb ist der Handlungsbedarf so groß und eine
neue Gemeinsamkeit kann die Frustration in Zuversicht wenden. Es
braucht eine Kursänderung, zum Wohl der MilchproduzentInnen weltweit,
der KonsumentInnen, der Umwelt und Tiere. Der Milchdialog soll dafür
ein Startpunkt sein.

www.wir-haben-es-satt.at Milchmanifest:
https://wirhabenessattaustria.wordpress.com/milch-manifest/

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