Walser zur Mathematik-Matura: Schwankender Schwierigkeitsgrad führt Zentralmatura ad absurdum

Grüne verlangen Einrichtung eines Forschungsprojekts zur Formulierung von Fragestellungen

Wien (OTS) - „Die vermutlich erschreckenden Ergebnisse bei der schriftlichen Mathematik-Matura müssen zu schnellen Konsequenzen führen“, reagiert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, auf viele Meldungen von SchülerInnen, Eltern und Lehrkräften: „Die Notenkonferenzen finden zwar erst in der kommenden Woche statt. Es ist aber laut diesen Berichten schon jetzt klar, dass die Resultate wenigstens teilweise sehr schlecht ausfallen."

Kein Verständnis hat Walser für die Beschwichtigungsversuche von Jürgen Horschinegg: „Als Direktor des Bifie Änderungen erst für das Jahr 2018 für möglich zu halten, ist nicht zu akzeptieren. Wenn Probleme offenkundig werden, muss umgehend gehandelt werden.“ So verweist Walser darauf, dass Lehrkräfte betonen, es sei völlig unverständlich, dass der Schwierigkeitsgrad bei dieser Matura im Vergleich zum letzten Jahr höher und die Fragestellungen völlig anders waren: „Das führt die Idee der Zentralmatura ad absurdum und ist umgehend zu korrigieren.“

Laut Rückmeldungen war für die SchülerInnen heuer besonders die Formulierung der Aufgabenstellungen eine Hürde. „Dass ausgerechnet die Lesekompetenz für die Mathematik-Matura so ausschlaggebend sein würde, damit haben die KandidatInnen nicht gerechnet. Im vergangenen Jahr setzte das BIFIE im Teil A stärker auf Multiple-Choice-Aufgaben. Auch das wurde kritisiert, diesmal ist das Pendel ins andere Extrem umgeschlagen", sagt Walser.

Der Grüne Bildungssprecher verweist auf Informationen, wonach in der Bundesreifeprüfungskommission die Problematik der Formulierung von Aufgabenstellungen bereits angesprochen worden sei: Die Einrichtung eines Forschungsprojekts, das dazu dienen hätte sollen, Aufgabenstellungen für alle verständlicher zu formulieren, wurde aber abgelehnt. "Das ist nicht nachvollziehbar. Das Bildungsministerium muss dringend dafür sorgen, dass die Zentralmatura endlich in einem absehbaren Format und jährlich vergleichbarem Schwierigkeitsgrad bereitgestellt wird, Es ist eine der wichtigsten Prüfungen im Leben junger Menschen. Sie haben ein Recht, sich gezielt darauf vorbereiten zu können.“

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