• 19.04.2016, 14:27:13
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Neue Wohnungen und Grünraum in der Körner-Kaserne und am Erdberger Mais

Vassilakou: „Wohnraum braucht Grünraum. Das ist Leben in der Stadt!“

Utl.: Vassilakou: „Wohnraum braucht Grünraum. Das ist Leben in der
Stadt!“ =

Wien (OTS) - Im Zentrum der heutigen Sitzung der
Stadtentwicklungskommission (STEK) standen die Entwicklung auf dem
Gebiet der Theodor Körner-Kaserne im 14. Wiener Gemeindebezirk, sowie
jene des Erdberger Mais im Bereich des 3. und 11. Wiener
Gemeindebezirks. Für das Areal der Körner-Kaserne ist ein
städtebaulicher Wettbewerb vorgesehen, für das Erdberger Mais wurde
ein neuer Strategieplan verabschiedet, in dessen Zentrum die
Entwicklung des Areals in ein Gebiet mit Grünraum, Wohnraum für
weitere rund 10.000 Menschen und Arbeitsmöglichkeiten für mehrere
Tausend. „Die beiden Areale zeigen die Schwerpunkte der Stadt –
sowohl die Möglichkeiten zur Stadtverdichtung und Erweiterung zu
nutzen“, so Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou. „In beiden
Gebieten wird vor allem auf die Öffnung von Grünraum und die
Schaffung von neuem Grünraum Wert gelegt.“

Körner-Kaserne: 2/3 geförderter Wohnbau und öffentlicher
Grünraum

Die Theodor Körner-Kaserne im 14. Wiener Gemeindebezirk gehört zu
jenen Kasernenarealen innerhalb Wiens, die vom Bundesheer nicht mehr
genutzt werden und in denen nun eine städtebauliche Entwicklung
möglich ist. Die STEK hat heute den Entwicklungszielen, inklusive der
Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs für das Areal der
Theodor Körner-Kaserne zugestimmt.

Im Zentrum der Entwicklung steht die Öffnung des Kasernenparks und
die Schaffung von 5.000 m² Grünraum für die WienerInnen, sowie
Wohnraum für etwa 2.000 Menschen. Zwei Drittel der zu errichtenden
Wohnbauten werden dabei geförderter Wohnbau sein, ein Drittel bleibt
frei finanziert. Gleichzeitig ist ein neuer Kindergarten vorgesehen.
Ebenso werden gewerbliche Nutzungen wie Lebensmittel, Gastronomie und
Dienstleistungen möglich sein.

Die Entwicklung bedeutet auch ein eigenes Mobilitätskonzept mit
Förderung von nachhaltigen Mobilitätsformen (Zufußgehen, Radfahren
und öffentlicher Verkehr). Weiters ist eine Verkehrsberuhigung bei
der Schule Spallartgasse vorgesehen. Die Stellplätze in Form von
Tiefgaragen werden unter Berücksichtigung des erhaltenswerten
Baumbestandes errichtet.

Mit der Entwicklung wird auch ein eigenes Energiekonzept im Zuge des
städtebaulichen Wettbewerbs erstellt, das auf Abwärmenutzung aus
lokalen Quellen, Potenzial der Nutzung von erneuerbaren
Energieträgern vor Ort, sowie postfossile Wärme- und Kälteerzeugung
fokussieren soll.

Neuer Strategieplan für Erdberger Mais bringt mehr Grünraum
und neuen Wohnraum

Der von der STEK verabschiedete neue Strategieplan „Perspektive
Erdberger Mais“ wird die Grundlage für die weiteren Planungs- und
Realisierungsschritte (inkl. die Neufestsetzung des Flächenwidmung-
und Bebauungsplanes) zwischen Neumarx und Gaswerkareal in Wien
Simmering dienen. Der Strategieplan wurde mit umfangreicher
BürgerInnenbeteiligung und ExpertenInnen-Input erarbeitet.
Ausgangslage sind die im Bereich des Erdberger Mais vorgesehenen
Entwicklungen, die Wohnungen für rund 10.000 zusätzliche
BewohnerInnen in den kommenden zehn Jahren vorsehen.

Vor diesem Hintergrund soll eine Achse von Grün- und Freiräumen
entstehen, die eine grüne Verbindung zwischen Neu-Marx und einem
neuen Zentralpark im Bereich der Gasometer unter Nutzung der alten
Bahntrasse, des sogenannten Panoramawegs möglich machen.
Gleichzeitig sieht der Strategieplan eine Grünverbindung über die
Modecenterstraße und den Gaswerksteg in Richtung Prater vor. Der
Panoramaweg wird eine durchgängigen Grünachse/Wegeverbindung mit
wichtiger Erholungsfunktion für das Stadtgebiet (Neu Marx -
Franzosengraben - Gasometerumfeld/Zenralraum - Gaswerkareal) bilden.
Dazu muss ein Lückenschluss über die Litfaßstraße und
Marianne-Hainisch-Gasse nach Neu Marx erfolgen. Der Panoramaweg soll
als „linearer Park“ mit unterschiedlichen Freiraumfunktionen und
Aufenthaltsqualitäten ausgestaltet werden. Ebenso soll Neu Marx eine
neue „Grüne Mitte“ durch die Schaffung einer öffentlichen Grünfläche
im Quartier Karl-Farkas-Gasse 1 erhalten.

Einen besonderen Schwerpunkt setzt der Strategieplan im Bereich der
Verkehrsgestaltung im Entwicklungsgebiet. Im Bereich des öffentlichen
Verkehrs ist eine Verlängerung der Buslinie 75A von Wien-Mitte bis
zum Gasometerumfeld (U3 Gasometer) vorgesehen, langfristig ist die
Verlängerung entlang der Nussbaumallee bis zur S-Bahn-Haltestelle
Haidestraße das Ziel. Ebenso langfristig ist an eine neue Buslinie
18A zur Verbesserung der Verbindung zwischen U2-Stadion und dem
Arsenal, sowie 76A als Verbindung zwischen St. Marx (Quartier
Wildganshof/HTL) und Arsenal/Hauptbahnhof gedacht.

Zentral sind ebenso umfangreiche Lückenschlüsse im Fuß- sowie
Radwegenetz vorgesehen, konkret etwa die durchgehende Verbindungen
entlang der Achse des Panoramaweges.

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