• 07.04.2016, 11:13:03
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Grüne/Johann: „Milchbauern retten! Durch weniger Produktion und mehr Bio“

Grüne bringen Milchmanifest der IG-Milch im Kärntner Landtag ein

Utl.: Grüne bringen Milchmanifest der IG-Milch im Kärntner Landtag
ein =

Klagenfurt (OTS) - „Der Milchmarkt ist durch die Abschaffung der
Milchquote in eine schwere Krise geraten“, erklärt der Grüne
Klubobfrau-Stellvertreter LAbg. Michael Johann. „Das rasante
Ansteigen der Produktion und der damit verbundene Preisverfall sind
für viele Kärntner Milchbauern und –bäuerinnen existenzbedrohend. Wir
Grünen haben rechtzeitig gewarnt und vor dem Auslaufen der Milchquote
Vorschläge eingebracht, um dem zu erwartenden explosionsartigen
Ansteigen der Milchmengen zu begegnen. Leider hat
Landwirtschaftsminister Rupprechter nichts davon umgesetzt, sondern
auf Wachstum und Exporte gesetzt. Das Wachstum hat zwar
stattgefunden, die Exporte nach Russland und China waren aber von
Anfang an eine Illusion. Milchsee und Milchpreisverfall sind kein
Schicksal, sondern wurden von der Politik mitverursacht.“

Die Grünen bringen heute das sogenannte „Milchmanifest“ als
Resolution in den Kärntner Landtag ein. Das Milchmanifest wurde von
der Interessensvertretung IG Milch, ÖBV-Via Campesina und der Grünen
Bäuerinnen und Bauern verabschiedet und vor einer Woche im Rahmen
einer Protestaktion mit Traktoren vor dem Haus der Europäischen Union
in Wien präsentiert.

Die Forderungen des Milch-Manifests:
1. Fairness gegenüber kleinen und extensiven Betrieben: keine
Benachteiligung durch Mengenstaffel, Fixkostenblöcke,
Abholmodalitäten der Molkereien und Förderungen.
2. Investitionszuschüsse ausschließlich für Modernisierungen und
Umbauten und keinesfalls für neue Produktionskapazitäten
3. Mehr Gras statt Kraftfutter: Denn Kraftfutter trägt maßgeblich zur
Überproduktion bei und führt zu Land Grabbing in Entwicklungsländern.
Heumilch steht für Qualität und Umweltgerechtigkeit und lässt sich
gut vermarkten.
4. Förderung der Umstellung auf biologische Milchproduktion und
Wiedereinführung der Mutterkuhprämie. Denn der Bedarf an Bio-Milch
wächst kontinuierlich, während der konventionelle Markt bei
steigender Produktion rückläufig ist.
5. Abkehr von Exportorientierung
6. Fairer Preis für das Lebensmittel Milch
7. Instrumente zur Mengen bzw. Marktregulierung
8. Reform der landwirtschaftlichen Ausbildung
9. Bürokratie-Abbau in der Landwirtschaft
10. Milchdialog

(Schluss)

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