• 04.04.2016, 14:55:09
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Eröffnung von Fischaufstiegshilfen an der Traisen

Pernkopf: Vorzeigebeispiel für Miteinander von Gewässerschutz und Wasserkraft

Utl.: Pernkopf: Vorzeigebeispiel für Miteinander von Gewässerschutz
und Wasserkraft =

St. Pölten (OTS/NLK) - Mit einem Festakt wurden kürzlich zwei neue
Fischaufstiegshilfen an der Traisen im Raum St. Pölten eröffnet. Mit
Hilfe dieser beiden neuen Anlagen können Fische nun das
Spratzener-Wehr und das Altmannsdorfer-Wehr überwinden, wodurch die
Traisen als wichtiger Lebensraum für Fische um einen weiteren Schritt
verbessert werden konnte. Projektträger sind die St. Pöltner
Wasserwerksgenossenschaft und die Wasserwerksgenossenschaft am
Altmannsdorfer-Wehr. Es handelt sich dabei um Zusammenschlüsse der
Betreiber zahlreicher Wasserkraftanlagen entlang der beiden
Traisen-Werksbäche, die ihr Wasser an den beiden Wehranlagen aus der
Traisen entnehmen, um damit Strom zu erzeugen.

Für Niederösterreichs Umwelt-Landesrat Dr. Stephan Pernkopf ist die
Traisen ein Vorzeigebeispiel für das gute Miteinander von
Gewässerschutz und Wasserkraft: „Saubere Energie aus Wasserkraft
steht oft in einem Interessenskonflikt mit Natur- und Gewässerschutz.
Die neuen Fischaufstiegshilfen und die gemeinsamen Anstrengungen für
mehr Wasser in der Traisen zeigen, dass mit ausgereifter Technik ein
weitgehender Interessensausgleich erreicht werden kann.“

Für die beiden Fischwanderhilfen wurden in Summe rund 1,3 Millionen
Euro investiert. Bund und Land unterstützten die Maßnahme mit jeweils
25 Prozent, weitere Finanzierungsbeiträge kamen vom NÖ
Landesfischereiverband. Die beiden neuen Fischaufstiegshilfen sind
Teil einer Reihe von Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung der
Traisen: Im Rahmen eines EU-LIFE-Projektes wird derzeit der
Mündungsbereich der Traisen auf einer Länge von rund 10 Kilometern
vollkommen neu gestaltet. Aus einem regulierten kanalartigen Fluss
entsteht ein naturnahes Au-Gewässer mit einer Vielzahl von
hochwertigen Lebensräumen.

Um vor allem im Sommer die Wasserqualität der Traisen zu verbessern,
wurde mit den Betreibern der Wasserkraftanlagen an den
Traisen-Werksbächen vereinbart, dass mindestens 500 l/s im Hauptfluss
der Traisen verbleiben und nicht in die beiden Werksbäche ausgeleitet
werden. In einem Versuchsprojekt bei Pottenbrunn wird das Flussbett
der Traisen ab Sommer 2016 so umgestaltet und mit Wasser beschickt,
dass ein möglichst hochwertiger Fischlebensraum geschaffen werden
kann. Dies könnte in weiterer Folge auf den gesamten Traisenverlauf
zwischen St. Pölten und Traismauer übertragen werden.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon
02742/9005-12704, e-mail [email protected].

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