Red Bull verschiebt Start von zweitem TV-Sender

Red Bull TV geht nicht wie geplant on air. Der Konzern kämpft mit „organisatorischen Problemen“.

Salzburg (OTS/SN) - Ralf Hillebrand

Es hätte das Ende eines zehn Jahre währenden Prozesses sein sollen. Und gleichzeitig der Start in eine neue Firmenära: Erst vor wenigen Monaten wurde bekannt, dass Red Bull im April dieses Jahres einen zweiten Fernsehsender lanciert. Red Bull TV war zuerst als 24-stündiger Onlinekanal geplant – und hätte schließlich ab Oktober als weltweiter Fernsehsender starten sollen. Wie die „Salzburger Nachrichten“ erfahren haben und in ihrer morgigen Ausgabe berichten, wurden die Pläne nun aber neuerlich verschoben. „Zumindest um ein halbes Jahr“ ist aus Mitarbeiterkreisen zu hören. Andere Quellen sprechen sogar von einem Aufschub auf unbestimmte Zeit. Red Bull selbst will sich dazu nicht im Detail äußern: „Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir strategische Pläne nicht weiter kommentieren“, beschreibt die Pressestelle auf SN-Anfrage. Und im Nachsatz wird ergänzt: „Der gesamte Medienmarkt entwickelt sich rasant in die digitale Richtung. Wir sind heute schon auf mehr oder weniger allen digitalen Verbreitungsformen verfügbar, sehen dort auch unseren Schwerpunkt und entwickeln Red Bull TV konsequent weiter.“
Wieso das Großprojekt Red Bull TV verschoben wurde, wurde selbst firmenintern nur wenigen kommuniziert. Es ist aber von „organisatorischen Schwierigkeiten“ die Rede. Besonders die Lizenzierung in den einzelnen Märkten scheint problematischer als gedacht. Ein Mitarbeiter nimmt seinen Arbeitgeber aber auch in Schutz: „Noch nie hat ein Unternehmen ein derartiges Projekt weltweit ausgerollt.“ Normalerweise starte man in einem bestimmten Medienmarkt und breite sich dann Schritt für Schritt aus. „Dass der weltweite Rollout nicht einfach ist, ist verständlich.“
An der inhaltlichen Ausrichtung von Red Bull TV soll sich indes nichts geändert haben. Es wird sieben Bereiche geben, auf die sich die Inhalte verteilen. Zu diesen gehören Extremsport, Abenteuer, Musik, Gaming und Heimatkultur. Auch das Musiklabel „Red Bull Records“ soll Videos zuliefern. Gesendet wird auf Englisch, in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird es ebenso deutschsprachige Sendungen geben. Online soll hingegen nur auf Englisch übertragen werden.

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