- 18.03.2016, 16:25:25
- /
- OTS0227 OTW0227
NÖ Bauernbund fordert vielbeworbenes Bekenntnis des Handels zur heimischen Bauernmilch ein
Tanner: „Kampagne ‚Da schaun wir drauf’ kann auch verschärft werden!“
Utl.: Tanner: „Kampagne ‚Da schaun wir drauf’ kann auch verschärft
werden!“ =
St.Pölten (OTS) - Der Niederösterreichische Bauernbund geht in die
Milch-Offensive. Gerade jetzt, da die Produzentenpreise für Milch und
Schweinefleisch zusehends verfallen und 6000 niederösterreichische
Milchbauern um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen, bietet eine
große österreichische Handelskette unter ihrer S-Budget-Marke eine
deutsche Butter an. Die heimischen Molkereien können zu diesen vom
Handelsriesen vorgegebenen Preisen nicht liefern und produzieren.
„Qualität ist für unsere Bäuerinnen und Bauern mehr als nur ein Wort.
Wenn österreichische gentechnikfrei erzeugte Milch, Butter, Käse
sowie frische und regional produzierte Lebensmittel vom Markt
verschwinden, haben letztendlich auch der Handel, der diese ja gerne
und lautstark bewirbt, und die Konsumenten, die diese wünschen, gar
nichts von solchen Austauschaktionen“, kritisiert NÖ
Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner. Sie fordert bei dieser für die
kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft schwierigen
Marktlage ein klares Bekenntnis des Handels zu den heimischen
bäuerlichen Produkten, zudem dieser sich gerne als verlässlicher
Partner der österreichischen Landwirtschaft geriere und auf das
Vertrauen der Konsumentinnen und Konsumenten in regional erzeugte
Lebensmittel setze. Im Gegenzug vertrauen die Konsumenten darauf,
dass auch in den Eigenmarken heimische Rohstoffe verarbeitet werden.
Die österreichischen Milchbauern stehen kompromisslos für höchste
Qualität und eine flächendeckende gentechnikfreie Produktion, die den
strengen Kriterien des AMA-Gütesiegels entspreche, so Tanner: „Genau
diese Gewissheit schätzen die heimischen Konsumentinnen und
Konsumenten und genau diese Gewissheit haben sie dann nicht mehr,
wenn ausländische – nicht gentechnikfrei erzeugte – Milchprodukte
unter dem Deckmäntelchen der Handelseigenmarken in den Kühlregalen
aufliegen.“
Die österreichischen Konsumenten haben mit österreichischen
Milchprodukten die Gewähr für höchste Qualität. „Verständlich ist
daher, dass diese höchste Qualität nicht zum billigsten Preis möglich
ist. Umso mehr ist es deshalb angebracht, dass diese höchste Qualität
eine entsprechende Wertschätzung findet, wozu auch die Verantwortung
des Lebensmittelhandels und der Konsumenten beim täglichen Einkauf
gefragt ist“, ergänzt Tanner. Auch weil es immer mehr Menschen nicht
egal ist, wo Produkte herkommen, startet der Niederösterreichische
Bauernbund Mitte April seine landesweite Kampagne „Da schaun wir
drauf“ mit einem Aktionstag am 16. April.
„Um insbesondere die Leistungen unserer Bäuerinnen und Bauern für die
Regionen hervorzuheben. Weil sie auf österreichische und regionale
Qualität schauen“, erklärt Tanner und appelliert an die Konsumenten
beim Einkauf ebenfalls auf beste Qualität von den österreichischen
Bäuerinnen und Bauenr zu achten. Geplant sind im Rahmen der
Bauernbund-Kampagne „Da schaun wir drauf“ auch Info- und
Sympathiekundgebungen vor Supermärkten und Bauernmärkten um mit den
Konsumenten direkt in Kontakt zu treten. Sollten noch weitere
Handelsketten dem Beispiel mit der deutschen S-Budget-Butter folgen,
könnte dies den Ärger der niederösterreichischen Milchbauern spürbar
verstärken, so Direktorin Tanner, die eine Umwandlung der Infoaktion
in Protestmaßnahmen des Bauernbunds nicht ausschließt.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AIM