• 18.03.2016, 08:40:02
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Milch-Außenhandel 2015: Höhere Mengen bei abgeschwächten Preisen

Petschar fordert neuerlich Öffnung des russischen Marktes und Bekenntnis zu heimischer Qualität

Utl.: Petschar fordert neuerlich Öffnung des russischen Marktes und
Bekenntnis zu heimischer Qualität =

Wien (OTS) - 2015 wurden Milchprodukte im Gesamtwert von 1,16 Mrd.
Euro exportiert und im Wert von 697 Mio. Euro importiert. Weltweit
fallende Preise und höhere Mengen ergaben ein gestiegenes Saldo im
Außenhandel von 458 Mio. Euro (+2,6 %). Mit einem Exportanteil von
51,3 % und einem Importanteil von 31 % bezogen auf den Gesamtumsatz
der österreichischen Milchwirtschaft zeigt sich, daß die heimische
Milchwirtschaft zu einem sehr großen Anteil von der Entwicklung auf
ausländischen Märkten anhängig ist. „Trotz der international
angespannten Marktlage ist es den heimischen Milchverarbeitern mit
einer geschickten Exportpolitik gelungen, einen volkswirtschaftlichen
Mehrwert aus der Milchproduktion zu erwirtschaften“, erklärte der
Präsident der Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter Direktor
Helmut Petschar zu den nunmehr vorliegenden Außenhandelszahlen der
Statistik Austria.

Österreichs Molkereien haben dabei insbesondere mit verarbeiteten
Produkten eine höhere Wertschöpfung erzielt. Für die österreichische
Milchwirtschaft ist ein guter Zugang zu international kaufkräftigen
Märkten äußerst wichtig, die heimischen Molkereien arbeiten das ganze
Jahr über daran, die besten Exportmärkte zu erschließen und ersuchen
dazu auch um die notwendige Unterstützung durch öffentliche Stellen.
Jeder zweite Arbeitsplatz auf den Höfen und in den
Verarbeitungsbetrieben wird über den Export gesichert, so Petschar.

Wichtigstes Exportprodukt ist Käse, hier wuchs die Exportmenge von
125.000 auf 135.000 Tonnen, trotz Preiseinbußen gab es hier einen
erhöhten Exportumsatz, importiert wurden mit einer Menge von 109.000
Tonnen gleich viel als zuletzt, allerdings gingen hier die Preise
stärker zurück, die Exportpreise übertrafen die durchschnittlichen
Importpreise, was von der hohen Qualität der heimischen Käseexporte
zeugt. Bei den Butterexporten dominierten die Importe, vor allem die
Lebensmittelketten und die verarbeitende Industrie importieren sehr
viel.

Wichtige Produktgruppen im Export sind auch Joghurt und fermentierte
Milchprodukte, hier standen 139.000 Tonnen Exporte 40.000 Tonnen
Importen gegenüber. Bei den flüssigen Milchprodukten gab es einen
Rückgang von 773.000 auf 748.000 Tonnen, hier zeigt sich der Trend,
daß die heimische Milchwirtschaft vor allem auf verarbeitete Produkte
setzt.

Hauptabnehmer im Export ist mit 48 % Deutschland, gefolgt von Italien
mit 20 %, insgesamt werden 90 % in EU-Länder und 10 % in Drittländer
geliefert, auch importseitig dominiert Deutschland mit 62 %, 97 % der
Importe kommen aus EU-Ländern und lediglich 3 % aus Nicht-EU-Ländern.

„Zusammenfassend zeigt sich, daß die heimische Milchwirtschaft auch
im schwierigen Jahr 2015 im Export erfolgreich war, es wäre aber
höchst dringlich, daß Rußland, der früher wichtigste Exportmarkt der
EU wieder geöffnet wird, Zollnachteile für China und weitere
Exportdestinationen beseitigt und veterinärrechtliche Marktzugänge
ausverhandelt werden. Betreffend Importe werden insbesondere die
weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie, die Gastronomie und die
Handelsketten aufgefordert, zu heimischen Qualitätsprodukten zu
stehen und nicht auf Importware mit anderen Standards
zurückzugreifen“, ergänzte Petschar.

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