Korun: Eskalation stoppen sonst tausende tote Schutzsuchende

Grüne: Statt Griechenland-Erpressung braucht es Ende von egoistischer Kleinstaaterei

Wien (OTS) - "Mit ihrer Griechenland-Erpressungskonferenz haben Innenministerin Mikl-Leitner und Außenminister Kurz den Anfang vom Ende einer gemeinsamen Lösung in der EU eingeläutet. Stattdessen brauchen wir ein Ende der egoistischen Kleinstaaterei und einen Anfang von Zusammenhalt und gemeinsam getragener Verantwortung. Wer sich vor der Verantwortung drückt, soll entsprechend weniger vom EU-Budget bekommen. So würden die belohnt, die Menschenrechte in der EU einhalten, die Drückeberger hingegen würden - auch budgetär - leer ausgehen", sagt die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun.

„Keine Maßnahme ist alternativlos. Wenn sich die InnenministerInnen und RegierungschefInnen nicht endlich einkriegen und eine gemeinsame Lösung zustandebringen, ist die Alternative der Tod von tausenden Schutzsuchenden – nicht nur in der Ägäis und am Mittelmeer, sondern auch an den EU-Binnengrenzen, die zunehmend dichtgemacht werden. Wenn tausende Menschen an der mazedonisch-griechischen Grenze stehen und sich selbst überlassen werden, braucht man kein Medium zu sein, um vorherzusehen, dass es massive Gewalt geben kann und wird. Das sollen alle Unwilligen und Scharfmacher von Wien bis Budapest und anderswo aber auch sagen. Und dazu stehen, dass ihr Domino-Spiel mit Grenzen viele Menschenleben kosten wird", sagt Korun.

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