Bundespräsident Fischer bekräftigt Unterstützung für KAICIID

„Dialog ist und bleibt ein Schlüssel zum friedlichen Zusammenleben der Menschen“

Wien (OTS) - Mit seiner gestrigen Rede im Internationalen Dialogzentrum (KAICIID) bekräftigte Bundespräsident Dr. Heinz Fischer seine Unterstützung für das KAICIID. „Der Dialog ist und bleibt ein Schlüssel zum friedlichen Zusammenleben der Menschen. Und das friedliche Zusammenleben der Menschen gehört zu unseren wichtigsten Zielsetzungen und ist eine Existenzgrundlage für künftige Generation“, so der Bundespräsident. Innerhalb Österreichs spiele der regelmäßige Austausch zwischen den 16 gesetzlich anerkannten Kirchen und Religionsgemeinschaften, zu denen alle großen Weltreligionen zählen, eine große und positive Rolle. Im Zentrum dieses Dialogprozesses „stehen die Förderung der Religionsfreiheit und der Schutz religiöser Minderheiten sowie eine klare Absage von Unterdrückung, Gewalt oder Diskriminierung“, so Fischer. Die langjährige österreichische Expertise im Dialogbereich werde auch auf europäischer und internationaler Ebene anerkannt und Österreich wolle eine Drehscheibe des internationalen Dialogs der Kulturen und Religionen sein.

KAICIID ist „Brückenbauer im interreligiösen und interkulturellen Dialog“

Der Bundespräsident bezeichnete das KAICIID als „Brückenbauer im interreligiösen und interkulturellen Dialog“. Als Institution solle das Dialogzentrum ein „weltoffener, internationaler Dialogpartner sein“. Die im Gründungsvertrag verankerten Aktivitäten des KAICIID „sollen dazu beitragen, das Miteinander und den gegenseitigen Respekt auf internationaler Ebene zu stärken. Durch einen vertieften Austausch mit den verschiedenen Kirchen und Religionsgemeinschaften können wichtige Impulse zu einem toleranten Gedankenaustausch gesetzt werden“, betonte Fischer.

Das KAICIID sei die einzige internationale Organisation, in der führende Persönlichkeiten der fünf Weltreligionen gleichberechtigt zusammen arbeiten. Weiters habe das Dialogzentrum das „Potenzial, durch seine Tätigkeit ein besseres Verhältnis zwischen den Religionen zu schaffen und dadurch einen wichtigen Beitrag zur Entfaltung und Weiterentwicklung der Menschenrechte zu leisten“.

Neuausrichtung des KAICIID bietet eine große Chance

Eine große Chance sieht der Bundespräsident in der Neuausrichtung des KAICIID. Dabei gehe es vor allem darum, „gemeinsame Anliegen voranzubringen und den Respekt zwischen den Religionen und Kulturen durch Dialog zu fördern“. Es sei von besonderer Bedeutung, „dass man aus der Arbeit des Zentrums insgesamt deutlich erkennen kann, dass Menschenrechte, Menschenwürde und Dialogbereitschaft im Mittelpunkt seiner Bemühungen stehen“.

Interkultureller und interreligiöser Dialog brauche viele Dialogpartner. Dieser Tatsache trage die Erweiterungsstrategie des KAICIID Rechnung, das im Rahmen seiner Neuausrichtung die Aufnahme neuer Mitgliedsstaaten mit Blick auf geographische, religiöse und kulturelle Ausgewogenheit in Aussicht nehme. „Ich halte das für richtig und unterstütze diesen Gedanken“, so der Bundespräsident.

KAICIID: Plattform, wo Sorgen, Wünsche und Probleme offen thematisiert werden können

Im Rahmen der Neuausrichtung könne das KAICIID auch eine Plattform sein, „wo Sorgen, Wünsche und Probleme aus dem Bereich der Menschenrechte und des interreligiösen Dialoges sachlich, aber klar und offen angesprochen werden können“. Fischer verwies in diesem Zusammenhang auf das angespannte Verhältnis zwischen Saudi Arabien und dem Iran. Diese auf politischen und religiösen Ursachen beruhenden Spannungen „sollten durch Dialog und mit friedlichen Mitteln abgebaut und schließlich überwunden werden“. Bundespräsident Fischer ging in seiner Rede auch auf die Integration von Flüchtlingen ein, die in den nächsten Jahren „auch verstärkt ein Teil des Dialoges der Religionen“ sein müssten. Die Integration schutzbedürftiger Menschen sei eine „ernste, gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die im Hinblick auf die Sicherung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und des sozialen Friedens in Österreich sorgfältig vorbereitet und sachkundig organisiert werden muss“.

Über KAICIID

Das Internationale Dialogzentrum (KAICIID) ist eine staatenübergreifende Organisation mit Sitz in Wien, deren Aufgabe darin besteht, den Dialog zwischen Politikern und religiösen Führern zur Konfliktvermeidung und Konfliktlösung zu fördern, sowie das gegenseitige Verständnis und die Kooperation zwischen Leuten unterschiedlicher Kulturen und Religionen zu verbessern. Die Aktivitäten des Zentrums im interreligiösen Dialog helfen dabei Feindseligkeiten zu überwinden, die Bildung von Stereotypen zu vermeiden und den gegenseitigen Respekt zwischen unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften herzustellen. Mitglieder des Zentrums sind Österreich, Saudi Arabien und Spanien. Der Heilige Stuhl ist als beobachtendes Gründungsmitglied zugelassen. Das neunköpfige Direktorium des Dialogzentrums besteht aus hochrangigen Vertretern der fünf großen Weltreligionen. Das Direktorium entwirft und überwacht die Programme des Zentrums.

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