• 29.01.2016, 21:03:07
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Offensive gegen Rechts: Bis zu 8000 Leute demonstrieren gegen FPÖ und Burschenschafter

Polizei glänzt erneut durch Provokationen

Utl.: Polizei glänzt erneut durch Provokationen =

Wien (OTS) - Mehr als 8.000 Menschen demonstrierten am Freitag in
Wien gegen den Ball der Burschenschaften und der FPÖ. „Zwischen 8.000
und 10.000 Menschen beteiligten sich erneut an der Demonstration der
Offensive gegen Rechts“, ist Käthe Lichtner erfreut und meint weiter:
„Der Ball zeigt, dass zwischen FPÖ, Burschenschaften und
rechtsextremem Spektrum kein Blatt Papier passt. Die Anwesenheit von
Vertreter_innen der rassistischen Pegida am Ball ist dafür ein
trauriges Bespiel.“ Durch den Ball zeigt die FPÖ aber auch, wen sie
wirklich vertritt: elitäre Männerbünde. Die FPÖ stehe eben nicht für
"die kleinen Leute", sondern lässt in elitärer, großbürgerlicher
Gesellschaft die Sektkorken knallen. "Mit Arbeiter_innen, die Strache
angeblich vertritt, hat das wenig zu tun. Im Gegenteil - die FPÖ
steht den Interessen der Arbeiter_innen diametral entgegen", macht
Lichtner klar.

Von der, durch die Polizei unnötig produzierten, Engstelle ließen
sich die Antifaschist_innen nicht provozieren. „Mitten auf unserer
Demostrecke wurde eine Engstelle mit Tretgittern gebaut. Das
verzögerte die Demo und diente wohl dazu die Teilnehmer_innen
abzufilmen. Das ist eine Provokation, gefährlich in Anbetracht der
hohen Teilnehmer_innenzahl und stellt Demonstrant_innen unter
Generalverdacht“, machte Lichtner klar. Sie verwies auch auf das neue
Staatsschutzgesetz, dass Tür und Tor für noch mehr Polizeiwillkür
öffne und forderte stattdessen eine nachhaltige, kompromisslose und
demokratische Kontrolle der Polizei. Ein wichtiger Schritt hierfür
seien sichtbare Dienstnummern auf der Uniform.

Doch auch einzelne Medien griffen zu unseriösen Mitteln. So wusste
ein großes Boulevard-Blatt schon in der Abendausgabe wie der Abend
enden würde, während die Demo noch im Gang war. Auch der Redakteur
eines liberal-bürgerlichen Wochenblattes glänzte durch merkwürdige
Verhaltensweisen. Als Burschenschafter verkleidet wollte er
Antifaschist_innen provozieren, um zu zeigen, wie arm
Burschenschafter dieser Tage sind. „Ihnen allen sei gesagt, dass wir
in einer Zeit leben, in der es Handgranaten-Anschläge auf
Flüchtlingsunterkünfte gibt und Antifaschist_innen massiv bedroht
werden. Das alles geht von einem politischen Spektrum aus, dem die
Burschenschafter angehören", so Lichtner.

Abschließend bedankt sich Lichtner bei allen, die heute gekommen
sind. „Wir erleben, wie eine rassistische und autoritäre Stimmung
aufgebaut wird, in der gegen Flüchtlinge, aber auch gegen
Arbeiter_innen, Frauen, Arbeitslose, Arme, Homosexuelle und Linke
gehetzt wird. Alle, die heute da waren haben ein kämpferisches
Zeichen gegen diese Hetze gesetzt.“

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