• 28.01.2016, 12:41:59
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FP-Mahdalik: Rot-Grün ist nach ICOMOS-"Heritage Alert" für Steinhof gefordert

FPÖ bringt heute erneut Antrag für den Schutz des Otto-Wagner-Ensembles ein

Utl.: FPÖ bringt heute erneut Antrag für den Schutz des
Otto-Wagner-Ensembles ein =

Wien (OTS) - "Der internationale Denkmalpflegebeirat ICOMOS hat als
Berater des UNESCO-Welterbekomitees den „Heritage Alert“ für das
gesamte Otto-Wagner-Spital ausgelöst und dieses als gefährdetes
Kulturerbe eingestuft", erklärt FPÖ-Planungssprecher Stadtrat Toni
Mahdalik. Nun liegt es an der Wiener Stadtregierung, das komplette
Areal vor Verbauungen zwischen den Pavillons und sogenannten
Wirtschaftsgebäuden zu bewahren und einen zukunftsweisenden Mix etwa
aus sozialen, kulturellen oder universitären Nutzungen auszuarbeiten,
welcher die Unversehrtheit des einzigartigen Kulturgutes in seiner
Gesamtheit sicherstellt und so auch der Willenserklärung von über
80.000 Unterstützern dieser Zielsetzung entsprechen würde.

Die Wichtigkeit des Schutzes für das gesamte Areal bezieht sich laut
ICOMOS sowohl auf die architektonische Charakteristik, als auch auf
die räumliche Planung des Ortes, welche die gartenbauliche Gestaltung
einschließt. Außerdem ist die Entwicklung der medizinischen und
therapeutischen Geschichte von maßgeblichem kulturellem Wert. Während
der Kernbereich (Pavillons und Kirche) des Areals gesetzlichen
Denkmalschutz genießt, wird der sogenannte Wirtschaftsbereich im
Ostteil nicht geschützt und ist deshalb durch ein bereits neu
errichtetes Gebäude (VAMED) und das dazu gehörende in Bau befindliche
Gebäude, Umwidmung des Wirtschaftsbereiches im östlichen Teil des
Ensembles und die geplante Schließung des Krankenhauses innerhalb des
nächsten Jahrzehnts, ernsthaft gefährdet.

Aufgrund der außerordentlichen Charakteristik dieses Areals wurden in
den letzten Jahren von vielen Seiten zahlreiche Vorschläge und
Petitionen an die Wiener Stadtverwaltung und das Parlament gerichtet,
die Nomination des Otto-Wagner-Spitals für die Aufnahme in die UNESCO
Welterbeliste in Betracht zu ziehen. In diesem Zusammenhang
beauftragte ICOMOS Austria die international anerkannte Expertin Dr.
Leslie Topp (Department of History of Art School of Arts Birkbeck,
University of London) aufgrund vergleichender Studien zu beurteilen,
ob das Areal über das Potential der erforderlichen Ansprüche für
diese Nomination verfügt. "Dr. Topp’s Studie ergab ein positives
Ergebnis. Davon unabhängig befragte eine Bürgerinitiative (Initiative
Steinhof) Dipl. Ing. Christian Schuhböck (Alliance of Nature), dessen
Expertise das gleiche Resultat ergab", erinnert Mahdalik.

Zudem ist eine Anzahl historischer Gebäude in einem miserablen
Zustand. Vor allem das ursprünglich als "Pathologie" genützte
Gebäude, das insbesondere mit den Erinnerungen an die schrecklichen
Naziverbrechen assoziiert wird, bedarf dringender Aufmerksamkeit.
Deshalb appelliert ICOMOS wieder an die Wiener Stadtverwaltung, nicht
ökonomischen Aspekten sondern der kulturellen Wichtigkeit des
Ensembles den Vorrang zu geben, dringend den Denkmalschutz auf den
Wirtschaftsbereich im Ostteil des Areals zu erweitern, das
Entwicklungs- und Erhaltungskonzept des gesamten Areals neu zu
überdenken und ein zukünftiges Nutzungsprogramm zu entwickeln,
welches die außergewöhnliche Wichtigkeit und Geschichte des gesamten
Ensembles in Betracht zieht.

Der FPÖ-Antrag lautet daher: Der Gemeinderat spricht sich dafür aus,
den Empfehlungen von ICOMOS-International Folge zu leisten und den
unversehrten Erhalt des gesamten Otto-Wagner-Komplexes am Steinhof
durch einen umgehenden Planungs- und Baustopp sowie einer
grundlegenden Neukonzeption der künftigen Nutzung sicherzustellen.
"Wir hoffen auf einstimmige Annahme", schließt Mahdalik beinahe
enthusiasmiert. (Schluss)otni

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