Jetzt Zeichen setzen: „Akademikerball“-Veranstalter werben in antisemitischem Magazin

Rechtsextreme offenbaren ihre Gesinnung – Hofburg-Betreiber müssen handeln

Wien (OTS) - Am 29. Jänner steigt in der Hofburg der von der Wiener FPÖ ausgerichtete Ball der rechten schlagenden Verbindungen, der so genannte „Akademikerball“. Bereits jetzt wird heftig für die Veranstaltung geworben, unter anderem in dem rechtsextremen Magazin „Aula“. Dort wird eine groß angelegte jüdische Weltverschwörung vermutet und vor „Rassenmischung“ gewarnt. Das Bündnis „Jetzt Zeichen setzen“ ruft die Hofburg-Betreiber zum Handeln auf.

Rechtsextremes Vernetzungstreffen

„Es ist Gefahr in Verzug für das Ansehen der Republik. Die Organisatoren des „Akademikerballs“ betonen zwar immer wieder, dass es sich um eine „harmlose“, „unpolitische“ Veranstaltung handeln würde, doch allein schon die Auswahl der Medien, in denen geworben wird, zeigt, welche Gesinnung hinter dem rechtsextremen Vernetzungstreffen steckt“, erklärt das Bündnis „Jetzt Zeichen setzen“.

Antisemitische Verschwörungstheorien

In dem vom Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes als rechtsextrem eingestuften Magazin „Aula“. wurde von den Veranstaltern des „Akademikerballs“ nicht nur ein Inserat geschaltet. In dem Magazin findet sich darüber hinaus ein Interview mit dem Organisator des „Akademikerballs“, dem Wiener FPÖ-Gemeinderat Udo Guggenbichler. In dem Interview beschwert er sich, dass der „Akademikerball“ als Vernetzungstreffen rechtsextremer Kräfte „diffamiert“ werde. In der gleichen Ausgabe findet sich ein Artikel, der eine jüdische Weltverschwörung wittert und über die „Judaisierung der Welt“ spricht. An anderer Stelle wird im Magazin vor „Rassenmischung“ gewarnt und diese mit „Völkermord“ gleichgesetzt. In der gleichen Magazin-Ausgabe finden sich auch vier FPÖ-Einschaltungen, unter anderem vom EU-Abgeordneten Harald Vilimsky und der FPÖ Graz.

Kein Platz in der Hofburg

Das Bündnis „Jetzt Zeichen setzen“ fordert die Betreiber der Hofburg dazu auf, rasch zu handeln und dem rechtsextremen Treiben in den Räumen der Hofburg nicht tatenlos zuzuschauen. „Es liegt in der Verantwortung der Hofburg-Betreiber dafür zu sorgen, dass Wien und die Prunkräume der Republik nicht länger einmal pro Jahr zum Zentrum des von Rassismus, Antisemitismus und auch Sexismus durchtränkten europäischen Rechtsextremismus werden“, so „Jetzt Zeichen setzen“.

Jetzt Zeichen setzen

„Jetzt Zeichen setzen" ist ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis aus über 30 Organisationen. Das Bündnis macht sich für die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, gegen rassistisches, antisemitisches und sexistisches Gedankengut, gegen rechte Hetze und gegen Diskriminierung und Gewalt stark.

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