- 29.12.2015, 11:42:43
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Das bringt 2016: Lohnsteuer-Entlastung, faire Arbeitsverträge, Familienbeihilfe und Pflegegeld erhöht
ÖGB-Anderl: ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen haben mehr netto vom Brutto
Utl.: ÖGB-Anderl: ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen haben mehr
netto vom Brutto =
Wien (OTS) - „Im Jahr 2016 werden die ArbeitnehmerInnen und
PensionistInnen am eigenen Konto sehen, dass ihnen dank
Lohnsteuer-Entlastung mehr Geld bleibt“, sagt ÖGB-Vizepräsidentin und
Frauenvorsitzende Renate Anderl. Zudem profitieren sie von einigen
weiteren neuen Regelungen, für die sich der ÖGB eingesetzt hat:++++
Steuerreform – Die Entlastung ist spürbar
Die vom ÖGB durchgesetzte Lohnsteuer-Entlastung wird erstmals bei der
Auszahlung der Jänner-Löhne/-Gehälter wirksam. Auch die Maßnahmen zur
Gegenfinanzierung treten in Kraft – mehr unter:
www.oegb.at/lohnsteuerrunter
Persönlichen Vorteil ausrechnen: www.oegb.at/rechner
Arbeitsrecht: Verträge werden fairer
All-in-Verträge: Der Grundlohn muss ausgewiesen werden, das bringt
mehr Transparenz bzw. die De-facto-Abschaffung der All-in-Verträge.
Ausbildungskosten: Arbeitgeber dürfen Ausbildungskosten bei
Jobwechsel nur mehr vier Jahre lang zurückfordern; auch die Höhe der
erlaubten Rückforderung sinkt mit jedem Monat.
Konkurrenzklauseln: nur mehr für ArbeitnehmerInnen, die mindestens
3.240 Euro brutto pro Monat verdienen.
Lohn-/Gehaltszettel: Einklagbares Recht auf monatliche
Lohn-/Gehaltsabrechnung.
Informationspflicht: Teilzeitbeschäftigte müssen über freie
Vollzeitstellen in Betrieben informiert werden.
Höhere Familienbeihilfe
Die Familienbeihilfe steigt im neuen Jahr um 1,9 Prozent. Für Kinder
bis zwei Jahre beträgt sie 111,80 Euro pro Monat, für Drei- bis
Neunjährige 119,60 Euro, und für Zehn- bis 18-Jährige 138,80 Euro,
darüber 162 Euro. Angehoben wurden auch die Geschwisterstaffel und
die erhöhte Beihilfe für erheblich behinderte Kinder.
Pensionen
Pensionsanpassung: Die Pensionen steigen am 1. Jänner um 1,2 Prozent.
Teilpension: Sonderform der Altersteilzeit. Die Arbeitszeit kann um
40 bis 60 Prozent reduziert werden, für die Gehaltseinbußen gibt es
einen 50-prozentigen Ersatz vom AMS.
Kindererziehungszeiten: Auch Frauen mit weniger als 15 Beitragsjahren
bekommen pro Kind vier Jahre für die Pension angerechnet.
Pflegegeld höher, neue Regeln für 24-Stunden-Betreuung
Das Pflegegeld wird 2016 erstmals seit 2009 erhöht. Die neuen
Pflegegeldstufen: Stufe 1: 157,30 Euro, Stufe 2: 290,00 Euro, Stufe
3: 481,80 Euro, Stufe 4: 677,60 Euro, Stufe 5: 920,30 Euro, Stufe 6:
1.285,20 Euro, Stufe 7: 1.688,90 Euro. Neu geregelt ist die
Vermittlung von 24-Stunden-Betreuung: Agenturen dürfen ihre Dienste
nicht unaufgefordert anbieten, Vermittlungsverträge dürfen nur
schriftlich abgeschlossen werden.
Gesundheit: Elektronische Gesundheitsakte ELGA
Die Spitäler von Wien und der Steiermark arbeiten bereits seit 2015
mit der elektronischen Gesundheitsakte ELGA, Anfang 2016 kommen
Niederösterreich und Kärnten (sowie die Einrichtungen der
Unfallversicherung AUVA) dazu, im Herbst die restlichen Bundesländer;
niedergelassene ÄrztInnen freiwillig ab Mitte des Jahres.
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