- 23.12.2015, 15:07:58
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Politik gibt Windkraft einen Dämpfer
Ökostrom-Einspeisetarife: IG Windkraft enttäuscht ob der Kurzsichtigkeit der Politik
Utl.: Ökostrom-Einspeisetarife: IG Windkraft enttäuscht ob der
Kurzsichtigkeit der Politik =
St. Pölten (OTS) - Mit der heute bekannt gewordenen Verordnung für
die neuen Ökostrom-Einspeisetarife für die nächsten zwei Jahre zeigt
die Politik ihr wahres Gesicht, was erneuerbare Energien betrifft.
„Die rund um Paris neu angekündigten Zielsetzungen für eine 100 %-ige
erneuerbare Stromversorgung waren reine Sonntagsreden“, bemerkt
Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft, enttäuscht und setzt
fort: „Zwischen Reden und Handeln besteht in der österreichischen
Politik offenbar eine Riesendiskrepanz. Fakt ist, dass mit dieser
Verordnung der Anfang einer neuen Windkraftflaute eingeläutet wurde.“
Die soeben verordneten Ökostrom-Einspeisetarife für die kommenden
zwei Jahre werfen einen dunklen Schatten auf die Windenergie. Für die
Windkraft sieht die Verordnung 9,04 Cent/kWh für 2016 und 8,95
Cent/kWh für das Jahr 2017 vor, was einen Abschlag von 2,48 %
bedeutet. Angesichts einer in den Gutachten zugestandenen
Eigenkapitalverzinsung von 6 % ist dies eine dramatische
Reduktion.„Kaum ist Paris vorbei, sind offenbar alle Zielsetzungen,
die Politiker für Österreich ausgegeben haben, vergessen“, bemerkt
Moidl enttäuscht und ergänzt: „Damit ist das Signal an die
Windbranche sehr deutlich ausgefallen, dass die Politik nicht auf
sauberen Strom aus Windkraft setzt.“
Bevölkerung will Windenergie – Politik entscheidet dagegen
Regelrecht unverständlich ist diese Verordnung auch dann, wenn man
auf die große Anzahl der bereits bewilligten Projekte schaut. Die
Politik entscheidet sich mit dieser Verordnung gegen die Windenergie.
„Die Situation ist durch die verzerrten Strommarktbedingungen schon
schwierig genug, dass gerade jene Politiker, die noch vor kurzem
lautstark neue Zielsetzungen verkündet haben, jetzt jene sind, die
bei der Windenergie zurückschrauben, ist enttäuschend. Dabei haben
wir in Österreich gut 200 Windräder fix und fertig bewilligt, die
jederzeit gebaut werden könnten, wenn die Rahmenbedingungen
verbessert werden. Anstatt loszustarten, bremst man jedoch. So sind
100 % erneuerbare Stromversorgung nicht zu erreichen“, so Moidl
abschließend.
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