- 18.11.2015, 10:57:50
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Kurden verdienen volle Solidarität im Kampf gegen den IS
Delegation österreichischer Abgeordneter besucht den irakischen Teil der Region Kurdistan
Utl.: Delegation österreichischer Abgeordneter besucht den
irakischen Teil der Region Kurdistan =
Wien (PK) - Eine Delegation des österreichischen Parlaments,
vertreten durch die beiden Klubobmänner der Regierungsparteien
Andreas Schieder (S) und Reinhold Lopatka (V) sowie den Abgeordneten
Gernot Darmann (F) und Aslan Aygül Berivan (G), besuchte am 17. und
18. November den irakischen Teil der autonomen Region Kurdistans. Im
Zentrum des Treffens mit hochrangigen Vertretern der kurdischen
Regierung - insbesondere mit dem Premierminister Nechirvan Idris
Barzani, sowie mit Vertretern der Regierungs- wie auch der
Oppositionsparteien - stand für die österreichischen Abgeordneten,
sich vor Ort ein Bild der Lage in der Krisenregion zu machen.
"Die Kurden verdienen in ihrem Kampf gegen die IS, den sie auch für
die freie Welt führen , unsere volle Solidarität. Was jetzt aber auch
dringend erforderlich ist, ist Hilfe beim Wiederaufbau der von der IS
befreiten Regionen. Als große Vorleistung wird der von der AUA
bereits seit 2006 geführte Direktflug von Wien nach Erbil gesehen,"
betonten Andreas Schieder und Reinhold Lopatka.
Nach dem Empfang durch den kurdischen Außenminister Falah Mustafa
Bakir stand für die Abgeordneten ein Treffen mit dem Vizepräsidenten
des kurdischen Parlaments Jaffar Hagi Eminki sowie mit Erzbischof
Bashar Warda auf dem Programm. Die österreichische Delegation konnte
sich auch einen Überblick über die Flüchtlingssituation in einem
Flüchtlingscamp in Ankawa verschaffen. Diese Eindrücke bestimmten
dann auch weitgehend die Gespräche mit Vertretern des kurdischen
Parlaments. Den Abschluss bildete eine Einladung des kurdischen
Premierministers Nechirvan Idris Barzani.
Die autonome Region Kurdistan befindet sich in einer der schwersten
Krisenregionen der Gegenwart. International nicht als Staat
anerkannt, überlagert Kurdistan die Grenzen zwischen Irak, Syrien,
Türkei und Iran. Der irakische Teil Kurdistans hat seit Anfang 2014
eine Million Menschen aus dem Irak sowie rund 300.000 Menschen aus
Syrien aufgenommen, die vor der Terrororganisation IS flüchteten.
Seit 2012 besteht ein Partnerschafts- und Kooperationsabkommen
zwischen der Region und der EU. (Schluss) red
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