- 12.11.2015, 14:08:05
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Wie krank sind Österreichs ManagerInnen?
Ergebnisse der WdF-Gesundheitsstudie 2015

Utl.: Ergebnisse der WdF-Gesundheitsstudie 2015 =
Wien (OTS) - In seiner nun schon fünften Gesundheitsstudie erhob das
Wirtschaftsforum der Führungskräfte (WdF) ein aktuelles Bild der
Work-Life-Balance und des Gesundheitszustands der heimischen
ManagerInnen. An der gemeinsam mit der Wiener Städtischen
Versicherung und mediclass durchgeführten Befragung haben sich
bundesweit knapp 250 FührungskräftInnen beteiligt.
“Das Bewusstsein für Gesundheitsvorsorge und Fitness bei den
befragten ManagerInnen ist hoch. Das dafür notwendige Zeitbudget und
eine gewisse Regelmäßigkeit von Fitness-Aktivitäten und auch
Vorsorge-Maßnahmen ist dabei die große Herausforderung. ‘Fitness für
den Job‘ ist für FührungskräftInnen jedenfalls unabdingbar, die
Herausforderungen werden zeitlich und inhaltlich intensiver. Zeit
dafür zu reservieren ist nicht nur eine Frage der Verantwortung für
die eigene Person, sondern vor allem auch für den unternehmerischen
Erfolg essenziell. Und nicht zuletzt ist jede Führungskraft auch in
Sachen ‘Fitness‘ Vorbild die Mitarbeiter", ist Mag. Gerhard Zeiner,
WdF-Bundesvorsitzender, überzeugt.
Im Längsschnitt setzen Stress (57 %) und Bewegungsmangel (47 %) den
FührungskräftInnen am meisten zu, 29 % klagen über Gewichtsprobleme,
alle Werte sind in den letzten zwei Jahren gestiegen, vor allem die
Stressbelastung.
„Österreichs FührungskräftInnen können die Balance zwischen
Joberfordernissen und Privatleben nicht signifikant verbessern. Vor
allem bei den Jüngeren und den FührungskräftInnen der zweiten Ebene
dominiert die Joborientierung deutlich“, meint Studienautor Dr. Felix
Josef von Triconsult. Ein wirklich ausgewogenes Verhältnis zwischen
Job und Privatleben orten aktuell 23 % (wie auch vor zwei Jahren) der
Befragten, wenn Ungleichgewicht herrscht, dann aber klar Richtung
Job: 68 % nehmen ein Übergewicht der beruflichen Orientierung wahr.
Jeder Vierte hat Gesundheitsprobleme
Bei der persönlichen Gesundheit behaupten 18 % (in den früheren
Untersuchungswellen waren es zwischen 16 % und 19 %, zuletzt 24 %)
aller Befragten, dass es ihnen „ausgezeichnet“ gehe. „Auf Nachfrage
meinen 27 % der Befragten, dass sie aktuell gesundheitliche
Schwierigkeiten haben“, so Josef. Probleme bereiten insbesondere der
Bewegungsapparat (17 %) vor Herz und Kreislauf (8 %) und dem
Stoffwechsel (7 %). Wie alle überprüften Bereiche werden auch
psychische Probleme mit 5 % häufiger als zuletzt genannt.
Über die eigenen Probleme spricht man nicht
Die Offenheit, dass die KollegInnen im Unternehmen von
gesundheitlichen Problemen wissen, steigt langsam, mehr als die
Hälfte der FührungskräftInnen glauben, dass die KollegInnen von den
eigenen Problemen etwas wissen; vor allem, wenn etwas nicht zu
verbergen ist: Probleme mit dem Bewegungsapparat sind selten zu
übersehen. Von Erkrankungen des Stoffwechsels oder Herz-/
Kreislaufproblemen und vor allem psychischen Problemen sollte nach
Ansicht der Befragten im Umfeld kaum etwas bekannt sein.
Wandern und Skitouren als Manager-Sport Nr.1
Bei den Präventivmaßnahmen stehen Sport (von 75 % betrieben), gesunde
Ernährung (59 %) und die Vorsorgeuntersuchung (56 %) an der Spitze.
Im Vergleich zu früheren Jahren steigt vor allem die Bedeutung der
gesunden Ernährung. Die zukünftigen Vorhaben deuten - wie immer - in
Richtung verstärkte Rücksichtnahme auf die Gesundheit. So planen 91
%, (mehr) Sport machen zu wollen, 81 % planen 2016 gesündere
Ernährung ein, 59 % wollen eine Vorsorgeuntersuchung durchführen
lassen.
Aktuell betreiben 7 % der ManagerInnen täglich Sport und 41 %
mehrfach die Woche, allerdings sagen auch 17 %, selten oder nie Sport
zu betreiben (hier auffällig viele Frauen). Angeführt, so die
Ergebnisse von Triconsult, wird die Hitliste der Manager-Sportarten
von der Trendsportart Wandern (mit 51 %) vor Joggen (40 %) und
Radfahren (39 %). Aufsteigersport ist aber Skifahren, das mit 44 % am
zweiten Rang liegt. Zugelegt haben auch das Fitness-Studio (39 %),
Golf (18 %) und generell Sport im Freien, verloren hat Tennis (10 %).
Gesundheitsvorsorge im Unternehmen
Knapp die Hälfte der Befragten (47 %) berichtet von betrieblicher
Gesundheitsvorsorge, die vor allem in größeren Unternehmen angeboten
wird. Genutzt werden diese Angebote von zwei Drittel der Betroffenen.
Ein Angebot zur gesunden Ernährung, regelmäßige Informationen zu
Gesundheit und Ernährung sowie gemeinsame Vorsorgeuntersuchungen sind
die häufigsten angebotenen Leistungen innerhalb der Betriebe.
Befragte, deren Unternehmen keine Gesundheitsvorsorge anbieten,
würden sich neben diesen Leistungen vor allem Gutscheine für
Fitness-Center und Gesundheitsprogramme im Betrieb wünschen. Einen
Zuschuss zur Gesundenuntersuchung leistet ein Viertel der Betriebe.
Die Auswirkungen von Arztbesuchen auf die Krankenstandstage werden
sehr heterogen gesehen: jeweils jeder Siebente vermutet steigende
bzw. sinkende Krankenstandstage. Das spezifische Angebot von
mediclass, schnelle und pünktliche Arzttermine zu Kassentarifen zu
ermöglichen, wäre jedem zweiten Befragten ein Investment wert.
„Das Ergebnis der Studie zeigt das Problem der Unternehmen, dass die
Umsetzung der Spitalsreform und damit reduzierten Ambulanzleistungen
die Wartezeit in Ordinationen seit Sommer sprunghaft ansteigen hat
lassen. Gerade für Unternehmen ist mediclass daher eine perfekte
Lösung zum Thema Gesundheits-Management, Fehlzeiten-Kosten-Reduktion
und Mitarbeiterbindung, da der Mitarbeiter optimal medizinisch
versorgt werden kann. Zusätzlich sind die Kosten für das Unternehmen
steuerlich absetzbar und für Mitarbeiter kein zu versteuernder
Sachbezug“, so Mag. Christoph Sauermann, Geschäftsführer mediclass.
Private Vorsorge
Vorsorge durch Versicherungen werden sehr unterschiedlich genutzt:
Eine zusätzliche Krankenversicherung weisen 67 % auf, eine
Pflegeversicherung aber nur 4 %. Für eine allfällige
Berufsunfähigkeit haben nach eigenen Angaben 43 % vorgesorgt, das ist
eine starke Steigerung gegenüber 2013, als nur knapp ein Viertel
dieses Risiko abgesichert hatten. Generell vorgesorgt für das
Pensionsalter wird von 84 % der Befragten (davon 44 % mit einer
Lebensversicherung).
„Das Bewusstsein der privaten Vorsorge im Pensionsalter wird bereits
von einem großen Teil der Managerinnen und Manager erkannt. Leider
wird das Thema Pflegevorsorge nach wie vor verdrängt – fast 70
Prozent der Befragten denken nicht einmal an eine private
Pflegevorsorge. Eine private Pflegevorsorge sollte jedoch
unverzichtbarer Bestandteil der persönlichen Vorsorge sein, denn
unabhängig vom Alter kann ein Unfall regelmäßige Pflege notwendig
werden lassen“, erläutert Mag. Peter Kranz, Leiter
Krankenversicherung der Wiener Städtischen Versicherung.
„Erfreulich ist, dass das existenzbedrohende Risiko Berufsunfähigkeit
verstärkt wahrgenommen wird und sich dies bei den Befragten fast mit
einer Verdoppelung der Absicherung dieses Risikos niederschlägt im
Vergleich zur letzten Umfrage vor zwei Jahren. Dennoch ist für ein
Drittel der Befragten diese Problematik noch überhaupt nicht relevant
– und vor allem Frauen scheuen sich verstärkt, sich mit diesem für
sie wichtigen Thema auseinanderzusetzen.“
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