Regner/Karas/Lunacek/Mlinar: "Für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik"

EU-DelegationsleiterInnen unterstützen die Initiative "For a Thousand Lives: Be Human"

Wien (OTS/SK) - Heute, Dienstag, setzen sich hochkarätige Filmschaffende im Rahmen eines Besuchs im Europäischen Parlament in Brüssel für eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik ein. Die belgische Dokumentarfilmerin Nathalie Borgers sowie die österreichische Filmproduzentin Ursula Wolschlager haben die Initiative "For a Thousand Lives: Be Human" gestartet. ****

SPÖ-EU-Delegationsleiterin Evelyn Regner sagt: "Es ist ein schönes und wichtiges Zeichen, dass sich bereits mehr als 5.500 Filmschaffende aus ganz Europa für Gerechtigkeit und Zusammenhalt in der Flüchtlingsfrage öffentlich eingesetzt haben. Denn statt Hass und Populismus brauchen wir jetzt ein engagiertes und gemeinsames Handeln in Europa, um Menschen auf der Flucht bestmöglich zu unterstützen. Das Europäische Parlament hat frühzeitig mit einer Entschließung vom April dieses Jahres ein ganzes Maßnahmenbündel vorgelegt - von gerechter EU-weiter Verteilung von Flüchtlingen bis hin zur Bekämpfung von Fluchtursachen in den Herkunftsländern."

Auch der Europaabgeordnete Othmar Karas begrüßt die Initiative: "Wir brauchen das Engagement der Zivilgesellschaft bei der Aufnahme und beim Umgang mit den Flüchtlingen. Die Initiative stärkt dies. Wir brauchen so schnell wie möglich eine umfassende gemeinsame europäische Asyl-, Migrations-, Außen-, Sicherheits- und Integrationspolitik. Leider sind die EU-Entscheidungsmechanismen noch so, dass dies von einigen Mitgliedsländern ausgebremst werden kann. Das muss geändert werden", so Karas.

Ulrike Lunacek, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Grüne-EU-Delegationsleiterin: "Ich bedanke mich bei den InitiatorInnen und Filmschaffenden für dieses Zeichen der Solidarität mit Flüchtlingen. Europaweite Solidarität ist der Schlüssel zum Erfolg, um diese aktuelle Herausforderung bewältigen zu können. Und nur mit europaweiter Solidarität werden wir darüber hinaus ein EU-weites rechtskonformes wie menschliches Asylsystem einrichten können, das seinen Namen verdient und nicht wie bisher Lotterie und Abschreckungssystem zugleich darstellt."

Angelika Mlinar, EU-Abgeordnete der NEOS, sieht in der Initiative der KünstlerInnen einen wichtigen Beitrag, da die meinungsbildende Funktion der Filmindustrie eine Achse bedient, welche die Politik wohl so nicht erreichen könnte. "Ich hoffe, dass diesem aufmunternden Beispiel viele EuropäerInnen folgen und auch nationale Regierungen endlich Verantwortung übernehmen." (Schluss) bj/mp

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