• 30.09.2015, 12:38:00
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Österreichs Strompreise zweit-niedrigste vergleichbarer EU-Länder

Steuern und Abgaben bei Strom auf neuer Rekordhöhe

Utl.: Steuern und Abgaben bei Strom auf neuer Rekordhöhe =

Wien (OTS) - Steuern und Abgaben auf Strom erreichten im laufenden
Jahr einen neuen Rekordwert und stiegen gegenüber den Vorjahren von
39 auf 39,6 Prozent. "Stromkunden in Österreich zahlen laut
Marktbericht 2015 der Regulierungsbehörde E-Control damit pro
Kilowattstunde inzwischen um 6 Prozent mehr Steuern und Abgaben als
die reinen Energiekosten ausmachen" kritisiert Barbara Schmidt,
Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, der Interessenvertretung
der E-Wirtschaft. Entlastungen der Stromkunden durch marktkonforme
Preissenkungen der E-Wirtschaft würden damit teilweise wieder
aufgefressen. 2015 verbilligten Österreichs Stromlieferanten ihre
Preise um bis zu 65 Euro für einen durchschnittlichen Haushalt.

Aktuell entfallen 39,6 Prozent der Stromrechnung eines
durchschnittlichen Haushalts mit einem Jahresverbrauch von 3500
Kilowattstunden auf Steuern und Abgaben. Die Netzkosten betragen 26,8
Prozent und die Energiekosten liegen bei 33,6 Prozent. Schmidt:
"Damit erreicht der Anteil des reinen Strompreises an der gesamten
Stromrechnung einen neuen Tiefstand." Die staatlich induzierten
Kosten teilen sich auf Umsatzsteuer (16,7%), Elektrizitätsabgabe
(7,3%), Gebrauchsabgabe (3,6%), Ökostromförderkosten (11,9%) und
KWK-Pauschale (0,2%) auf.

Österreichs Strompreise liegen mit knapp 20 Cent inklusive der Kosten
für Netz, Steuern und Abgaben insgesamt im europäischen Mittelfeld,
aber am unteren Rand, wenn man vergleichbare Industrieländer
betrachtet. Am teuersten ist Strom in Dänemark, gefolgt von
Deutschland, Irland, Spanien, Zypern, Italien, Portugal, Belgien und
Großbritannien. Österreich liegt auf Rang zehn. In Westeuropa ist
Strom nur im kleinen Luxemburg, den Niederlanden und in den
Atomstaaten Schweden, Frankreich und Finnland billiger. "Das, und die
Tatsache, dass allein bis Mitte des Jahres 2015 48 von 141
Stromlieferanten ihre Preise gesenkt haben, ist ein schlagender
Beweis, dass der Wettbewerb am österreichischen Strommarkt
funktioniert", so Schmidt. Auch die E-Control bestätige ja im
Marktbericht, dass der Markt funktioniert.

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