• 07.09.2015, 10:24:55
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Tanner: Keine populistische Preispolitik auf dem Rücken der Bauern, Herr Bundeskanzler!

NÖ Bauernbund fordert objektive Bewusstseinsbildung zum Preis und Wert heimischer Lebensmittel

Alle reden über Lebensmittelpreise. Doch wieviel
sind uns die Leistugen unserer Bäuerinnen und Bauern heute noch
wert? Nur noch 12 Prozent seines verfügbaren Budgets gibt ein
österreichischer Haushalt im Durchschnitt für Lebensmittel,
einschließlich Getränke, aus.

Utl.: NÖ Bauernbund fordert objektive Bewusstseinsbildung zum Preis
und Wert heimischer Lebensmittel =

St.Pölten (OTS) - "Bundeskanzler Werner Faymann soll endlich
aufhören, eine schiefe Populismuspolitik auf den Rücken der Bauern zu
betreiben", kommentiert NÖ Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner die
jüngsten Aussagen des SPÖ-Regierungschefs in einer Tageszeitung, in
denen der Kanzler zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und Inflation
billigere Lebensmittel herbeifordert.

"Kanzler Faymann und seinen Beratern würde es gut anstehen, wenn sie
sich einmal objektiv mit der Wertschöpfungskette auseinandersetzen.
Dann würden sie nämlich sehr rasch erkennen, dass ein ‚Geiz ist
geil’-Denken kein Rezept für sichere Lebensmittel und den
Konsumentenschutz bringt, sondern nur den österreichischen
Bauernstand ausradiert und permanent Arbeitsplätze kostet", so
Tanner.

Ideologisch eingefärbte Preisvergleiche mit Nachbarländern und deren
vielzitierte Billigstpreise sind einmal mehr unseriös, weil sie weder
die kleinteilige österreichische Landwirtschaftsstruktur und die
hohen Produktionsstandards beachten, noch den unterschiedlichen
Lohnnebenkosten Rechnung tragen.

Faymann solle sich stattdessen vorzugsweise für eine
verantwortungsvolle Preispolitik des Handels bei Lebensmitteln
einsetzen, denn aufgrund der Talfahrt der Erzeugerpreise bei Milch
und Schweinefleisch und einem das dritte Jahr in Folge sinkenden
bäuerlichen Einkommen, sei die Geduld und Schmerzgrenze der
Bäuerinnen und Bauern ohnehin erreicht. Dennoch und trotz vieler
betrieblicher Existenzkämpfe haben die Bäuerinnen und Bauern am
Sonntag beim großen Erntedankfest am Wiener Heldenplatz ihre
Solidarität mit Flüchtlingen aus den Kriegsgebieten unter Beweis
gestellt und frische und regionale Lebensmittel für deren Versorgung
zur Verfügung gestellt.

"Wie alle Statistiken beweisen, waren die Lebensmittel in Österreich
auch noch nie so sicher wie heute und noch nie mussten die
Österreicher dafür so wenig ausgeben: Nur noch 12 Prozent des
Haushaltseinkommens und somit weniger als für Sport- und
Freizeitvergnügen werden für die Ernährung in Österreich ausgegeben",
erklärt Tanner. Und: Qualität verdient auch ihren Preis - regional
produzierte Lebensmittel sind ein kostbares Gut, dass es nicht zum
Nulltarif geben kann und darf, so Tanner.

"Mit ihren Aufrufen zum Preisdumping gefährden sie auch Arbeitsplätze
im vor- und nachgelagerten Bereich der österreichischen
Landwirtschaft - das sind rund 530.000 Beschäftigte", appelliert die
Direktorin an den Bundeskanzler den "Konsumenten nicht Sand in die
Augen zu streuen" sondern eine "breite Bewusstseinsbildung der
Gesellschaft und der Politik in Bezug auf den echten Wert und Preis
hochqualitativer heimischer Lebensmittel mitzutragen."

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