• 26.08.2015, 14:55:09
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Vergessen Verstehen“: Kooperationsprojekt in Margareten beschreitet neue Wege

70 SchülerInnen wurden zu DemenzexpertInnen ausgebildet

Utl.: 70 SchülerInnen wurden zu DemenzexpertInnen ausgebildet =

Wien (OTS/SPW) - Ein Bezirk, eine Schule, eine Apotheke und ein
mobiles Betreuungs- und Pflegeunternehmen verbindet ein gemeinsame
Haltung: "Der Anstieg dementieller Erkrankungen in den nächsten
Jahren geht uns alle an!" So wurde das Projekt "Vergessen Verstehen"
ins Leben gerufen. Schülerinnen und Schüler wurden zu
DemenzexpertInnen des Bezirks. Die Projektergebnisse liegen nun
vor.****

Die Wahrscheinlichkeit, dass in Familien ein (Ur-) Großelternteil an
Demenz erkrankt ist oder erkranken wird, ist sehr hoch. Bis zum Jahr
2050 wird sich die Anzahl an Demenz erkrankter Menschen nahezu
verdoppeln. Das bedeutet auch, dass Familiensysteme vermehrt mit dem
Thema "Demenz" konfrontiert sein werden. Die Diagnose und der Umgang
mit der Erkrankung stellt Angehörige meist vor große
Herausforderungen. Besonders (Ur-) Enkelkinder sind auf altersgemäße
Informationen angewiesen.

Mit dem Projekt "Vergessen verstehen" wurde ein neuer Weg beschritten
um den komplexen Anforderungen an Betroffene zu begegnen: 70
Schülerinnen und Schüler der NMS Viktor-Christ-Gasse wurden zu
DemenzexpertInnen ausgebildet. Drei Wochen beschäftigen sich die
Jugendlichen im Alter von 14 Jahren mit den Themenstellungen
"Altern", "Demenz & Alzheimer-Krankheit" und "Umgang mit Menschen mit
Demenz". Neben Sinneserfahrungen und altersgerechten Informationen
wurde die Neugierde am Themenbereich geweckt, Bewusstsein geschaffen
und gleichzeitig Sicherheit im Umgang mit dementiell erkrankten
Menschen vermittelt.

Susanne Schaefer-Wiery, Bezirksvorsteherin Margareten und
Projektpartnerin, legt somit nachhaltige, soziale Bausteine in
Margareten: "Das Projekt trägt dazu bei, Menschen in verschiedenen
Lebenslagen und ihre ganz speziellen Bedürfnisse besser zu
verstehen." Mit diesem Projekt ist auch ein Schritt zur Förderung der
gesellschaftlichen Verantwortung gesetzt worden: "Menschen mit Demenz
müssen mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben haben.", so Doris
Semotan, Vorstand SOZIAL GLOBAL. Dr. Mag. Roman Lehnert, Direktor NMS
Viktor-Christ-Gasse mit lebenskundlichem und sozialem Schwerpunkt
meint: "Die Auseinandersetzung mit der Lebenswelt von älteren oder
aber auch dementen Perso¬nen in unserer Gesellschaft ist bedeutend
vor allem in Hinblick darauf, dass wir alle immer älter werden."

Auf gesellschaftlichem und persönlichem Engagement fußt auch die Idee
zum Projekt: "Anlässlich des 100jährigen Bestehens der Maria Schutz
Apotheke wollte ich mich bei den MargaretnerInnen mit einem
Sozialprojekt be¬danken: Das Thema "Demenz" geht uns alle an und da
war es für mich naheliegend, an die Jugend heranzutreten und bei ihr
Verständnis für die Krankheit zu schaffen, und sie sogar zu
ermutigen, sich aktiv für die Belange an De¬menz Erkrankter
einzusetzen." so Maga pharm. Gabriela Niederkofler, Inhaberin Maria
Schutz Apotheke und Fördergeberin & Initiatorin des Projekts.

Der Abschlussbericht zum Projekt "Vergessen Verstehen" liegt nun vor.
SchülerInnen wie PädagogInnen und FachexpertInnen der mobilen
Betreuung und Pflege sind sich einig: "Wir alle haben von- und
miteinander gelernt" und der 5. Wiener Gemeindebezirk Margareten wie
auch die Maria Schutz Apotheke sind stolz auf die jungen ExpertInnen.
(Schluss)

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