- 14.08.2015, 10:46:14
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Amnesty-Bericht bestätigt schlimmste Befürchtungen des Samariterbundes
Schnabl fordert ein politisches Management und eine stärkere Einbindung der Hilfsorganisationen bei der Betreuung
Utl.: Schnabl fordert ein politisches Management und eine stärkere
Einbindung der Hilfsorganisationen bei der Betreuung =
Wien (OTS) - "Babys, die ungeschützt am Boden schlafen müssen,
schwangere Frauen, die in Busse bei 60 Grad Celsius eingepfercht
werden, Jugendliche, die vollkommen sich selbst überlassen sind und
unzumutbare hygienische Bedingungen. Das ist also die Situation in
Traiskirchen, wie wir sie leider nach den Berichten der Flüchtlinge,
die bei uns bereits untergekommen sind, befürchtet haben. Wo die
Politik versagt, muss die Zivilgesellschaft eingreifen. Wir fordern
eine noch stärkere Einbindung der Hilfsorganisationen in die
Betreuung der Flüchtlinge, besonders was die unbegleiteten
Minderjährigen betrifft", erklärt ASBÖ-Präsident Franz Schnabl.
"Wir stehen erst am Beginn einer mehrjährigen Flüchtlingswelle. Wenn
nicht sofort seitens der Politik kompetent agiert wird, wird sich der
Zustand verschlimmern, sowohl die Sorgen und Ängste der
ÖsterreicherInnen als auch die Zustände in der Flüchtlingsbetreuung",
fordert Schnabl sofortige politische Maßnahmen.
Der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs setzt sich schon seit Jahren
für Menschen ein, die vor Krieg, Terror und Folter nach Österreich
flüchten mussten. Derzeit betreibt der Samariterbund neun
Flüchtlingseinrichtungen mit rund 500 Flüchtlingen in ganz Österreich
und plant bis Ende des Jahres mindestens weitere 500 aufzunehmen,
davon 250 unbegleitete Minderjährige.
In Wien betreibt der Samariterbund bereits zwei Einrichtungen für
unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, eine weitere befindet sich in
Podersdorf im Burgenland, wo die Jugendlichen altersadäquat betreut
werden. "Der Samariterbund ist bereit, hier noch mehr Verantwortung
zu übernehmen und stellt sich gerne mit seiner jahrelangen Erfahrung
in der Flüchtlingsbetreuung für Gespräche zur Verfügung", erklärt
Schnabl.
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