• 04.08.2015, 10:00:01
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Mitterlehner / Leitl: Exportoffensive "go international" wird bis 2019 verlängert

Fördermittel von 56 Millionen Euro unterstützen Erschließung neuer Märkte, sichern Wachstum und Arbeitsplätze in Österreich - Mitterlehner und Leitl wollen 8.000 neue Exporteure gewinnen

Utl.: Fördermittel von 56 Millionen Euro unterstützen Erschließung
neuer Märkte, sichern Wachstum und Arbeitsplätze in Österreich
- Mitterlehner und Leitl wollen 8.000 neue Exporteure gewinnen =

Wien (OTS/BMWFW) - Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold
Mitterlehner verlängert die bewährte Internationalisierungsoffensive
"go international" bis 2019. Insgesamt stehen dafür über vier Jahre
56 Millionen Euro zur Verfügung. "Die heimische Exportwirtschaft ist
eine wichtige Konjunkturstütze, die auch in schwierigen Zeiten
Arbeitsplätze im Land sichert. Mit 'go international' unterstützen
wir unsere Unternehmen bei der Erschließung von Zukunftsmärkten mit
neuen Waren und Dienstleistungen", sagt Mitterlehner anlässlich des
Vertragsabschlusses mit der Außenwirtschaftsorganisation der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Im Zuge der neuen Förderoffensive
wollen Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und WKÖ-Präsident Christoph
Leitl 8.000 neue Exporteure gewinnen und damit den Meilenstein von
60.000 Exporteuren überspringen: "Ein Erfolgsgeheimnis unserer
Exportwirtschaft ist, dass sie dank der vielen Klein- und
Mittelbetriebe breit und innovativ aufgestellt ist", betont
Mitterlehner. Die langfristige Verlängerung von "go international"
bis 2019 ist daher auch ein klares Bekenntnis zur enormen Bedeutung
von KMU für den Standort Österreich.

Wirtschaftskammer-Präsident Leitl zeigt sich froh, dass die
Verlängerung der "so wichtigen Exportoffensive jetzt unter Dach und
Fach ist und vor allem darüber, dass sie statt wie bisher auf jeweils
zwei Jahre, jetzt auf vier Jahre abgesichert ist". Leitl: "Studien
zeigen, dass jeder Euro für die Internationalisierungsoffensive
mittelfristig 55 Euro an zusätzlichen Exporten bringt. Damit der
Export auch weiterhin DIE tragende Säule unseres Wohlstandes bleibt,
ist 'go-international' unabdingbar." Alleine mit den Maßnahmen der
bisherigen Exportinitiativen wurde die Anzahl der österreichischen
Exporteure seit dem Jahr 2000 von damals 12.500 auf mittlerweile
52.000 angehoben.

Als generelle Ziele der neuen Internationalisierungsoffensive nennen
Mitterlehner und Leitl die "weitere Steigerung der Anzahl der
Neuexporteure, die Diversifizierung der Exportstruktur mit
Schwerpunkt auf Überseemärkte, eine verstärkte Branchenfokussierung,
die Erhöhung der Zahl der Dienstleister im Export, insbesondere auch
der Kreativwirtschaftsunternehmen, sowie die Erhöhung des Anteils der
Technologieunternehmen im Export".

Erstmals Europa-Schecks für KMU - Neues Angebot für Start-ups

Ein neues Förderinstrument sind die Europa-Schecks, die Klein- und
Mittelbetriebe zur Ko-Finanzierung von direkten Markteintrittskosten
(z.B. Rechtsberatung, Werbemaßnahmen) in Europa abrufen können.
Zusätzlich gibt es solche Schecks auch für Fernmärkte und die
Vermarktung von Innovationen. Neue Angebote gibt es zudem für
Start-ups: Nach den positiven Erfahrungen mit "Go Silicon Valley"
sollen in Zukunft Jungunternehmer unter dem Motto "Go Tel Aviv" auch
bei der Markterschließung und Kontaktanbahnung in Israel unterstützt
werden. "Durch den stärkeren Austausch mit zwei der innovativsten
Regionen weltweit ergeben sich neue Netzwerke und Chancen", betont
Mitterlehner.

"Go international" unterstützt heimische Unternehmen vor allem beim
ersten Schritt in den Export und der Erschließung von
Zukunftsmärkten. Instrumente dafür sind unter anderem die
Unterstützung des Besuchs wichtiger Branchentreffs, von Kongressen
und Messen sowie die Teilnahme an Forschungskooperationen. Neben
Marktstudien gibt es Rechtsberatungen und Risikoanalysen, die den
Firmen angeboten werden. "Insgesamt vereinfachen und bündeln wir die
Förderinstrumente und machen sie damit für die Unternehmen leichter
abrufbar. Zusätzlich wollen wir verstärkt Synergien mit anderen in
der Internationalisierung tätigen Institutionen wie der
Forschungsförderungsgesellschaft FFG, der Förderbank aws und der
Oesterreichischen Kontrollbank nützen", so Mitterlehner.

Internationalisierung macht Österreich erfolgreicher und
krisenfester

Im Vorjahr haben die heimischen Exporteure 128,11 Milliarden Euro
exportiert und damit den vierten Exportrekord in Folge erzielt. Die
Dienstleistungsexporte hinzugerechnet, machte das Volumen sogar 180
Milliarden Euro aus. "Besonders gut entwickelt hat sich der Handel
mit den Zukunftsmärkten außerhalb der Europäischen Union, was die
richtige Ausrichtung von 'go international' bestätigt", hebt
Mitterlehner hervor. Auch der langfristige Trend stimmt: Der Anteil
der Exporte in Drittstaaten ist von 27,4 Prozent im Jahr 2009 auf
31,2 Prozent im Jahr 2014 gestiegen. "Eine stärkere Diversifikation
macht Österreich krisenfester, wenn es im Handel mit einzelnen
Märkten zu Einbrüchen kommt", betont Mitterlehner. Zum Beispiel hat
China im Exportranking Russland überholt und entwickeln sich auch die
nordamerikanischen Märkte besonders gut. Die Ausfuhren in die USA,
Österreichs drittwichtigsten Auslandsmarkt, und Kanada sind im
Vorjahr jeweils um mehr als zehn Prozent gestiegen.

"Die Märkte mit großem Export- und Investitionspotenzial finden wir
nicht mehr in Europa", so Leitl. Neben der trotzdem weiter wichtigen
Bearbeitung der klassischen Exportzieldestinationen in Europa lautet
die Devise daher, auf in die Emerging Markets der Gegenwart und
Zukunft zu setzen. Leitl: "Unsere Strategie, die Exporte außerhalb
Europas stärker zu forcieren, wird auch durch die bisherige
Entwicklung unterstützt. So legten die österreichischen Ausfuhren
seit dem Jahr 2000 bis 2014 weltweit um rund 83,5 Prozent zu, nach
Europa um 71,3 Prozent. Die Ausfuhren nach Amerika steigerten sich im
selben Zeitraum hingegen um 131,3 Prozent und jene nach Asien um
190,7 Prozent."

Im Zuge der jüngsten, zweijährigen Internationalisierungsoffensive
wurden über 1.000 exportrelevante Veranstaltungen durchgeführt. Davon
630 im Ausland und rund 400 im Inland. 28.300 Firmenvertreter von
knapp 10.000 österreichischen Unternehmen nahmen diesen Service in
Anspruch. Mehr als 75 Prozent der im Inland beratenen Unternehmen
setzen neue Internationalisierungsschritte.

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