- 20.07.2015, 09:15:01
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Rumänien-Hilfsprojekte der NÖ Landwirtschaftsschulen
LR Schwarz: Bildung eröffnet Chancen auf selbstbestimmtes Leben
Utl.: LR Schwarz: Bildung eröffnet Chancen auf selbstbestimmtes
Leben =
St. Pölten (OTS/NLK) - Seit neun Jahren arbeiten die
Landwirtschaftsschulen in Niederösterreich mit der Hilfsorganisation
Concordia in Rumänien zusammen. Dabei geht es um die Unterstützung
von Kindern, Jugendlichen und Familien in Notlagen durch rasche und
direkte Hilfe vor Ort mit nachhaltiger Wirkung. Bildungs- und
Sozial-Landesrätin Mag. Barbara Schwarz besuchte kürzlich
Einrichtungen wie die "Farm der Kinder", Sozialzentren und
Lehrlingsheime in Rumänien: "So unterschiedlich die Bedürfnisse der
notleidenden Kinder und jungen Menschen hier auch sind, der Weg aus
der Armut und in ein selbstbestimmtes Leben führt nur über bildungs-
und berufsbezogene Angebote. Denn ohne Berufsausbildung ist der Kampf
gegen das Elend fast aussichtslos. Jedes Kind, das eine glückliche
Kindheit erlebt, und jeder junge Mensch, der trotz schwieriger
Umstände eine Ausbildung abschließt, weist uns den Weg in eine
bessere Zukunft. Das soziale Engagement der Landwirtschaftlichen
Fachschulen in Rumänien ist ein wichtiger Beitrag, den jungen
Menschen eine Perspektive zu geben und sie Schritt für Schritt an ein
Leben heranzuführen, das sie selbstständig meistern können."
Die Landwirtschaftsschulen sind mit Teams, bestehend aus Lehrerinnen
und Lehrern sowie Schülerinnen und Schülern, auf der "Farm der
Kinder" in Aricestii, 80 Kilometer nördlich von Bukarest, im Einsatz.
"Zu Beginn ging es noch um den Aufbau der Infrastruktur. Heute geht
es bei diesem Projekt immer mehr darum, vor Ort mitzuarbeiten und die
Leute zu unterstützen, wo es nur geht. Dabei ist es wichtig, den
Menschen auf Augenhöhe und mit Respekt zu begegnen, nur so kann eine
nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit gelingen", erklärt
Landesschulinspektor Dipl.-HLFL-Ing. Karl Friewald. Die
österreichischen Fachschülerinnen und Fachschüler wie auch die
rumänischen Kinder profitieren gleichermaßen voneinander, denn
Hilfsbereitschaft, Toleranz und das Verständnis füreinander werden
hier tatsächlich gelebt und umgesetzt.
Concordia ist als unabhängige Hilfsorganisation in Rumänien,
Bulgarien und der Republik Moldau tätig, die Kindern, Jugendlichen
und Familien in Not hilft und unterstützt. Die Sozialprojekte
umfassen Wohn- und Lehrlingsheime, Ausbildungszentren sowie
Beratungs- und Betreuungseinrichtungen. Allein im Jahr 2014 wurden in
den drei Projektländern knapp 10.000 Menschen begleitet. Der
derzeitige Schwerpunkt liegt auf Familienarbeit und Ausbildung.
Rumänien ist nach Bulgarien das zweitärmste Land der EU. Rund ein
Viertel der etwa 20 Millionen Einwohner lebt auch 25 Jahre nach dem
Sturz des Ceausescu-Regimes unter der Armutsgrenze. Während der
internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise brach auch in Rumänien
die Wirtschaft ein. Die Folgen: Fast die Hälfte der Bevölkerung ist
heute von sozialer Ausgrenzung bedroht und die Jugendarbeitslosigkeit
beträgt knapp 24 Prozent.
Nähere Informationen: Büro LR Schwarz, Mag. (FH) Dieter Kraus,
Telefon 02742/9005-12655, e-mail [email protected].
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