- 15.07.2015, 10:57:09
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FPÖ-Neubauer: Mit Peter Kienesberger hat einer der bedeutendsten Südtiroler Freiheitskämpfer diese Welt verlassen
Wien (OTS) - Tief betroffen vom Ableben des gebürtigen Gmundeners
Peter Kienesberger zeigte sich heute der freiheitliche
Südtirol-Sprecher NAbg. Werner Neubauer. Motiviert, vor allem durch
die grausamen Folterungen an Südtiroler Häftlingen durch italienische
Carabinieri, kündigte der damals Achtzehnjährige seinen Arbeitsplatz
und beschloss, sich dem Einsatz für die Freiheit Südtirols zu widmen.
"Peter Kienesberger litt schwer darunter, dass ihm gemeinsam mit Dr.
Erhard Hartung und Egon Kufner das Attentat auf der Porze-Scharte
angelastet wurde, bei welchem angeblich vier italienische Soldaten zu
Tode gekommen sein sollen. Er wurde 1971 in einem
menschenrechtswidrigen Prozess, nach der faschistischen
Strafprozessordnung in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt.
Eine Begnadigung blieb ihm verwehrt, da von ihm verlangt wurde, die
ihm angelasteten Taten zu bereuen, was einem Schuldeingeständnis
gleich gekommen wäre. Aus diesem Grund war es ihm auch bis zuletzt
nicht möglich, jemals wieder sein geliebtes Südtirol zu besuchen",
sagte Neubauer.
In seiner neuen Heimat Nürnberg gründete er gemeinsam mit seiner Frau
Elke einen Verlag und Buchhandel und setzte sich so mit
publizistischen Mitteln für die Freiheit Südtirols ein. Er verlegte
historische Dokumentationen, sowie die Zeitschrift "Der Tiroler" und
baute ein beeindruckendes Informationsnetzwerk auf, über welches er
zahlreiche Menschen erreichte.
"Wir verlieren mit Peter Kienesberger eine großartige Persönlichkeit,
die ihr ganzes Leben dem Kampf um die Freiheit Südtirols gewidmet
hat. Unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden seiner Familie",
so Neubauer.
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