• 22.06.2015, 12:27:06
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Stadt Wien setzt weitere Entwicklungsschritte in Neu Marx

Diskursiver Planungsprozess „Neu Marx reloaded“ abgeschlossen. Standort soll noch mehr Raum für Start-up-Szene Wiens bieten

Utl.: Diskursiver Planungsprozess „Neu Marx reloaded“ abgeschlossen.
Standort soll noch mehr Raum für Start-up-Szene Wiens bieten =

Wien (OTS/RK) - Neu Marx hat sich in den vergangenen Jahren mit dem
Campus Vienna Biocenter, dem Media Quarter Marx (MQM), dem T-Center,
der Marxbox und weiteren Projekten zu einem erfolgreichen Standort
für Medien, Forschung, Technologie und die Kreativwirtschaft
entwickelt. Mit dem diskursiven Planungsprozess "Neu Marx reloaded",
in den sämtliche Beteiligte eingebunden worden sind, hat die WSE
Wiener Standortentwicklung, ein Unternehmen der Wien Holding, in den
vergangenen Monaten die Grundlage für weitere Entwicklungen am
Standort geschaffen. Unter Begleitung des Planungsbüros Raumposition
haben NutzerInnen vor Ort, lokale Stakeholder, VertreterInnen der
Stadtverwaltung und der Bezirkspolitik sowie ExpertInnen ein
Eckpunktepapier erarbeitet, das heute, Montag, von
Vizebürgermeisterin Renate Brauner, Wien Holding-Geschäftsführerin
Sigrid Oblak, WSE-Geschäftsführer Stephan Barasits, Univ.-Prof.
Rudolf Scheuvens und Wirtschaftsagentur-Geschäftsführer Gerhard
Hirczi vorgestellt wurde.

Erfolgreichen Weg fortsetzen

"Wir wollen hier ein lebendiges, urbanes Quartier schaffen, das
sich in den Kontext der Umgebung einbindet. Schon jetzt arbeiten und
studieren rund 7.000 Menschen in mehr als 100 Unternehmen und
Institutionen auf dem Areal des ehemaligen Schlachthofs in
Wien-Landstraße. Die bereits definierten Nutzungsschwerpunkte
Forschung, Technologie, Medien und Kreativwirtschaft werden in
Zukunft weiter ausgebaut", kündigte Vizebürgermeisterin Renate
Brauner an. "Besonders erfreulich ist, dass es gelungen ist, INiTS
nach Neu Marx zu holen - als Medien- und Life Science-Standort zieht
Neu Marx auch damit vermehrt Start-ups und Start-up-Initiativen an.
So wird im kommenden Jahr auch das Pioneers Festival, Europas größter
Event der internationalen Start-up-Szene, die Fühler nach Neu Marx
ausstrecken. Wir planen, dass ein Teil des Programms schon im
nächsten Jahr in der Marx Halle stattfinden wird", so Brauner.

Hotspot für Gründer

Die Ergebnisse des Planungsprozesses sehen auch eine behutsame
Erweiterung des Nutzungsspektrums um das Thema Wohnen vor. "Hier
werden wir vor allem die spezifischen Bedürfnisse dieser jungen
Start-up-Szene an eine urbane Vielfalt berücksichtigen und neue
Wohnformen etablieren. Dabei geht es zum Beispiel um die Verbindung
von Wohnen und Arbeiten beziehungsweise um flexibles oder temporäres
Wohnen. Wir wollen in Neu Marx einen Hotspot für Gründer und
Start-ups schaffen, der für die ganze Stadt neue Impulse geben soll",
ergänzte Wien Holding-Geschäftsführerin Sigrid Oblak.

"Lernendes" Verfahren

Der Fokus von "Neu Marx reloaded" lag auf der Freifläche
Karl-Farkas-Gasse 1, die mit rund 40.000 Quadratmetern im Zentrum des
Areals noch ausreichend Entwicklungsmöglichkeiten bietet. "Auf dieser
Fläche bestehen beste Voraussetzungen für einen kreativen Mix
vielfältiger urbaner Nutzungen", erklärte Stadtplaner Rudolf
Scheuvens.

Das Konzept von "Neu Marx reloaded" basiert auf einem
dialogorientierten, "lernenden" Planungsverfahren. Unter der Leitung
des Büros Raumposition aus Wien wurden mehrere Standortkonferenzen
mit internationaler Beteiligung zur Grundlage eines offenen und
kreativen Diskurses um Entwicklungsperspektiven des Standortes
durchgeführt. In enger Verknüpfung mit der Marx Halle kann dieser
besondere Standort zu einer international herausragenden Adresse
werden. "Angesichts des besonderen Standortprofils müssen wir, dort
wo es möglich ist, Wohn- und Arbeitsräume synergetisch miteinander in
Beziehung setzen", sagte Scheuvens.

Das Standortkonzept bedarf nun einer städtebaulichen Überprüfung
und Qualifizierung. Grundlegende Aspekte gelten der Entwicklung der
öffentlichen Räume, der Bebauung und Höhenentwicklung, der
Erschließung und dem Umgang mit den Sockelzonen. Unter Beteiligung
der BürgerInnen der angrenzenden Quartiere soll dieses
Qualifizierungsverfahren zu einem städtebaulichen Rahmenplan führen,
der in weiterer Folge zur Grundlage für eventuell notwendige
Anpassungen der Widmungsfestlegungen werden wird.

Weitere Start-up-Büros im MQM 3

Große Nachfrage herrscht nach den Start-up-Büros der
Wirtschaftsagentur Wien im MQM3. Das Platzangebot wird jetzt
erweitert, erklärte Geschäftsführer Gerhard Hirczi: "Es sollen
künftig noch mehr junge Unternehmen von der fruchtbaren Nachbarschaft
zu großen Medienunternehmen und dem Campus Vienna Biocenter
profitieren. Daher bieten wir ab Herbst zehn weitere Start-up-Büros
an und stellen damit im MQM 3 insgesamt 35 günstige, flexible
Büroeinheiten für junge Unternehmen bereit."

Mit INiTS, dem akademischen Gründerzentrum, bekommen die Start-ups
im MQM 3 ab Herbst einen weiteren zugkräftigen Nachbarn, kündigte
Hirczi an. INiTS hat bisher erfolgreich mehr als 165
Unternehmensgründungen begleitet, die Forschungsergebnisse in
kommerziell erfolgreiche Produkte umgesetzt haben. INiTS zählt laut
UBI Index Ranking zu den weltweit besten Inkubatoren und liegt in
Europa unter den besten drei. "Der Standort Neu Marx ist ideal für
die Aktivitäten von INiTS. Hier finden wir ein internationales und
interdisziplinäres Umfeld in unseren Stärkefeldern, noch größere Nähe
zu unterschiedlichen Stakeholdern, weitere Synergien und eine
dynamische Szene, die weiter wächst", sagte INiTS Geschäftsführerin
Irene Fialka.

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