• 16.06.2015, 13:07:46
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IGP Faktencheck zu Global 2000: 100 Liter Wasser pro Bienenstock? – Eher nicht

Global 2000 simuliert Bienenuntergang – Imkerliche Praxis sieht Wassertränken am Bienenstock vor, da Flugradius der wassersammelnden Bienen klein ist

Utl.: Global 2000 simuliert Bienenuntergang – Imkerliche Praxis
sieht Wassertränken am Bienenstock vor, da Flugradius der
wassersammelnden Bienen klein ist =

Wien (OTS) - Global 2000 behauptet in seiner heutigen Aussendung:
"Honigbienen sammeln Wasser - bei entsprechender Witterung bis zu
einem halben Liter pro Biene und Tag für einen Bienenstock." Die
IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) rechnet nach: Maximal 1 Prozent
der Sammelbienen werden eingesetzt, um Wasser zu sammeln. Das
entspricht ca. 200 Bienen: 200 Bienen x 0,5 Liter Wasser ergäben pro
Tag immerhin 100 Liter Wasser für einen Bienenstock. Selbst in einem
leeren Bienenstock ohne Bienen hätte diese Wassermasse nicht Platz.
Wirft man einen Blick in einen Bienenstock, so sieht man, dass es mit
Bienen sehr eng wird. Tatsächlich benötigt ein mittleres
Wirtschaftsvolk an heißen und damit eher Pfützen-armen Tagen und
starkem Bruttrieb nur etwa einen Viertelliter Wasser (200 - 250 ml).
Selbst das Volk benötigt also weniger Wasser, als Herr Burtscher pro
Biene bemisst. Dieses Wasser wird zum Großteil auch nicht zum Durst
stillen verwendet, sondern zur Regulierung der Stocktemperatur, die
auf ca. 34,5 Grad gehalten werden muss. Bienen stillen ihren Durst
überwiegend bei der Energiezufuhr durch Nektar, der einen sehr hohen
Wassergehalt aufweist. Lediglich das Bienenbrot wird mit Wasser
verdünnt.

Die gute imkerliche Praxis sieht allerdings vor, dass am Bienenstock
Bienentränken aufgestellt werden. In diesen wird das Wasser
regelmäßig gewechselt. Denn eine wassersammelnde Biene hat einen
maximalen Flugradius von 150 Metern.

Hintergrund
Die IndustrieGruppe Pflanzenschutz (IGP) ist die
Interessengemeinschaft der Pflanzenschutzmittel-produzierenden
Unternehmen in Österreich. Ihre Kernaufgabe liegt in einer offenen
und sachlichen Information rund um das Thema Pflanzenschutz. Dabei
steht die IndustrieGruppe Pflanzenschutz als Gesprächspartner für
Politik, Verwaltung und Umweltorganisationen zur Verfügung. Die 15
Mitglieder der IndustrieGruppe Pflanzenschutz sind die wichtigsten
Produzenten und Händler von Pflanzenschutzmitteln in Österreich. Sie
beschäftigen rd. 370 Mitarbeiter und erwirtschaften pro Jahr ca. 130
Millionen Euro an Umsatz.

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