- 15.06.2015, 10:30:59
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Ariel Muzicant attackiert ORF: „Unerträgliche Verfälschung der Geschichte“
Ex-Chef der IKG wirft Ö1 „einseitige Propaganda“ gegen Israel vor
Utl.: Ex-Chef der IKG wirft Ö1 „einseitige Propaganda“ gegen Israel
vor =
Wien (OTS) - Massive Kritik an der Berichterstattung des ORF übt
Ariel Muzicant, Vizepräsident des Europäischen Jüdischen Kongresses
und ehemaliger Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), im
Gespräch mit der Wiener "Medienbeobachtungsstelle Naher Osten"
(MENA).
Anlass: die Ö1-Sendung "Betrifft: Geschichte", die sich in der
vergangenen Woche unter dem Titel "David oder Goliath?" dem
israelisch-palästinensischen Konflikt widmete. Dabei wurde, so
Muzicant, "ein einseitiges, grotesk verzerrendes und Israel
diffamierendes Bild des Konflikts gezeichnet."
Muzicant weiter: "Jeder hat das Recht auf eigene Interpretationen,
aber niemand hat das Recht auf eigene Fakten. Die vielfältigen
Bedrohungen Israels, die von der arabischen Seite begonnenen Kriege,
die unzähligen Gewaltakte palästinensischer Terrororganisationen -
all das in fünf Sendungen mit keinem Wort zu erwähnen und stattdessen
ausschließlich Israel als aggressiven Gewalttäter hinzustellen, ist
eine unerträgliche Verfälschung der Geschichte. Es ist erschreckend,
dass sich ein angesehener Sender wie Ö1 für derartig einseitige
Propaganda hergibt."
MENA-Mitarbeiter Florian Markl dazu: "Die Sendungen der vergangenen
Woche bemühten sich nicht einmal ansatzweise um eine fachkundige,
objektive und ausgewogene Schilderung der Geschichte des
israelisch-palästinensischen Konflikts, sondern präsentierten
ausschließlich die verzerrenden Darstellungen zweier
Polit-Aktivisten." Eine Kritik der vielen Fehler und unhaltbaren
Behauptungen, vor denen die Sendungen strotzten, wird MENA am
kommenden Donnerstag auf seiner Webseite vorlegen.
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