• 01.06.2015, 14:42:37
  • /
  • OTS0188 OTW0188

Aufklärung zum Thema Down-Syndrom

Angehende Gesundheits- und Pflegemanager der FH Kärnten entwickeln Informationsbroschüre zum Thema Down-Syndrom

Utl.: Angehende Gesundheits- und Pflegemanager der FH Kärnten
entwickeln Informationsbroschüre zum Thema Down-Syndrom =

Spittal (OTS) - Bachelorstudierende des berufsbegleitenden
Studienganges Gesundheits- und Pflegemanagement der Fachhochschule
Kärnten gestalteten im Rahmen der Lehrveranstaltung
"Anwendungsprojekt Gesundheitsförderung" eine Informationsbroschüre
zum Thema Down-Syndrom. Angeleitet wurden sie dabei von der
engagierten, nebenberuflich Lehrenden Mag. Claudia Brunner. So
entstand profundes, professionell aufgearbeitetes Aufklärungsmaterial
für betroffene Familien, in Gesundheitsberufen Tätigen und weitere,
am Thema Down-Syndrom interessierte Personen.

Die drittsemestrigen Studierenden des berufsbegleitenden
Bachelorstudienganges Gesundheits- und Pflegemanagement widmeten sich
im Wintersemester 2014/2015 im Rahmen einer Lehrveranstaltung ganz
der Aufklärung zum Thema Down-Syndrom. In diesem Kontext entstand
eine Informationsbroschüre, die den Anspruch, Inhalte nach
anerkannten, wissenschaftlichen Standards qualitätsvoll
aufzubereiten, ganz und gar erfüllt. Dazu trug federführend die
Lehrveranstaltungsleiterin Claudia Brunner bei. Durch ihre Arbeit und
Vernetzung im Praxisfeld der Kinder- und Jugendgesundheit konnten
theoretische Inputs mit praxisrelevanten Inhalten optimal verknüpft
werden.

Informationsbroschüre als Orientierungshilfe

Die Broschüre gibt betroffenen Familien, in Gesundheitsberufen
Tätigen als auch allen am Thema interessierten Menschen einen guten
Überblick über Merkmale des Down-Syndroms sowie über psychosoziale
Herausforderungen und effektive Fördermöglichkeiten. So bietet die
Broschüre im Dschungel der zahlreichen Therapie- und
Fördermöglichkeiten eine bedeutsame Orientierungshilfe und nimmt die
Angebote anhand von Kriterien wie Wirksamkeit, Verfügbarkeit und
Professionalisierungsgrad der Behandelnden kritisch unter die Lupe.
Praktisch gut bewährte Behandlungsformen werden vorgestellt. Zudem
werden bedeutsame finanzielle und sozialrechtliche Fragen bearbeitet
und damit Informationen kompakt und übersichtlich in einer Broschüre
vereint.

"Uns war es darüber hinaus wichtig, persönliche Erfahrungen von
Betroffenen einzuarbeiten und auch Meinungen von Expertinnen und
Experten aus der Region", erläutert die Projektverantwortliche Mag.
Claudia Brunner. Damit wird wichtige Sensibilisierungs- und
Aufklärungsarbeit für die Bevölkerung geleistet.

Gesundheitskommunikation für die Region

Die beteiligte Studierendengruppe arbeitete mit viel Engagement an
dem Projekt. "Es ist eine große Herausforderung für mich und meine
Teamkollegin gewesen, als Nicht-Betroffene nachzuvollziehen, was für
Betroffene von Interesse ist beziehungsweise welcher
Informationsbedarf im Konkreten besteht. Dabei ist es wichtig, als
Laie zu denken und Themen entsprechend aufzubereiten ohne dabei die
wissenschaftliche Fundierung der Berichterstattung aus den Augen zu
verlieren. Dies stellt eine große Herausforderung dar", erklärt
Kathrin Kribernegg stellvertretend für das studentische Projektteam.

Die im Rahmen der Lehrveranstaltung entstandene Aufklärungs- und
Informationsbroschüre zum Thema Down-Syndrom leistet einen wichtigen
Beitrag in der Gesundheitskommunikation für die Region und hat den
Studierenden der Studiengänge Gesundheits- und Pflegemanagement der
FH Kärnten Gelegenheit geboten, ein Gesundheitsprojekt professionell
und weitgehend eigenverantwortlich umzusetzen. Die Broschüre steht
kostenlos als Download zur Verfügung
(http://www.fh-kaernten.at/fileadmin/media/gpm/Folder_A5_Trisomie21.pdf)
und liegt auch in Druckform vor. Dies wird auch zukünftig,
im Rahmen weiterer Projekte mit Studierenden an den
Studiengängen Gesundheits- und Pflegemanagement der Fachhochschule
Kärnten geleistet werden.

Stimmen zum Projekt

Warum ist eine Broschüre gerade zu diesem Themenschwerpunkt
entstanden?
"Unsere Recherchen haben ergeben, dass es ein recht unübersichtliches
Informationsangebot gibt und ein hoher Bedarf nach fundierten
Informationsquellen besteht. Eine umfassende Aufklärung der
Gesellschaft zum Thema Down-Syndrom ist absolut notwendig."
(Christian Kusternig & Andreas Alfred Müller)

"Die Broschüre wurde entwickelt, weil das Thema in der Gesellschaft
tabuisiert wird und viele Eltern sehr große Angst vor der Diagnose
haben. Unwissenheit und Fehlinformationen sind zumeist die Ursachen
für Irritationen, Sorgen und Ängste betroffener Familien. Wir wollen
mit dieser handlichen und sehr anschauli-chen Broschüre die
Bevölkerung informieren und sensibilisieren." (Marlene Kraner &
Verena Ingrid Neuhold)

"Der Ratgeber soll Betroffenen im besten Fall einen "kleinen
Lichtblick" geben…" (Petra Brihac & Diana Holbura)

"Da es über das Down-Syndrom gerade in Kärnten noch wenig "gutes"
Informationsmaterial gibt und be-troffene Eltern sich im
Informationsdschungel besser zu Recht finden sollten, haben wir diese
kompakte Aufklärungsbroschüre zum Thema Down-Syndrom entwickelt."
(Sabrina Fischer, Verena Hölbling & Tamara Urschitz)

An wen ist die Broschüre adressiert? Wer sind die Zielgruppen?

"Erreicht werden sollen in erster Linie werdende Eltern von Kindern
mit Down-Syndrom sowie Jungeltern, die gerade ein Down-Syndrom Kind
geboren haben, ebenso Fachpersonen und überhaupt alle interessierte
Personen..." (Kathrin Ulrike Kribernegg & Marika Dillitz)

"Die Broschüre richtet sich an betroffene Menschen und ihre
Angehörigen. Natürlich sollen auch Menschen, die mit Betroffenen
arbeiten, die Broschüre kennen, um sie auch weiterempfehlen zu
können..." (Christian Kusternig & Andreas Alfred Müller)

Was können Sie Produzenten/innen von Gesundheitsinformationen
an Ratschlägen mitgeben, um Stolpersteinen vorzubeugen?

"Für zukünftige Projekte wäre es von Vorteil, eine Online-Plattform
einzurichten, um das gesamte recherchierte Material allen
GruppenteilnehmerInnen einsehbar zu machen. Somit würde man sich Zeit
sparen und Mehrfachrecherchen vorbeugen. Zudem könnten alle
Beteiligten voneinander profitieren. Eine gute Planung sowie
Unterstützung durch die Projektleiterin, wie wir sie hatten, sind
unablässlich." (Kathrin Ulrike Kribernegg & Marika Dillitz)

"Eine klare Aufgabenteilung muss vorherrschen, ebenso ein gutes
Zeitmanagement mit Einhalten aller gesetzten Fristen. Man darf die
Anforderungen nicht unterschätzen, da die Projektumsetzung sehr
zeitaufwändig ist." (Sabrina Fischer, Verena Hölbling & Tamara
Urschitz)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FTK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel