- 28.05.2015, 10:17:39
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IG-Milch - Katerstimmung bei den österreichischen MilcherzeugerInnen am Weltmilchtag
Bad Leonfelden (OTS) - Entgegen den Beteuerungen von
Landwirtschaftskammer und Bauernbund gibt es nach dem Abschaffen der
Quote große Probleme am Milchmarkt. Sowohl Lebensmittelhandel, wie
auch mehrere Molkereien haben Preissenkungen durchgeführt und mit dem
Überangebot am Markt begründet. "Dies ist die logische Konsequenz,
wie von uns vorhergesagt, wenn keine vernünftige Nachfolgeregelung
nach dem Milchquotenende installiert wird. Ohne Rücksicht auf Märkte
nur die Produktion zu erhöhen, führt unweigerlich zur Vernichtung der
bäuerlichen Milchwirtschaft.", so Ewald Grünzweil, Obmann der
IG-Milch. "Das von uns vorgeschlagene Modell zum Schutz der
grünlandbasierten Milchproduktion ist ohne Alternative und findet
auch die Zustimmung der Gesellschaft. Eine weitere Erhöhung der
Milchproduktion und Vergrößerung der Tierbestände führt uns in eine
Sackgasse, gefährdet den ländlichen Raum und verschlechtert die
Milchqualität. Die ganze Branche ist gefordert rasch zu reagieren und
für eine schnelle Umsetzung eines zukunftsträchtigen Milchpaktes zu
sorgen."
Der "Faire-Milchpreis-Österreich-Pakt" wurde am 31. März, zum
Auslaufen der Milchquote, von der IG-Milch in Wien präsentiert. Dabei
wird eine Branchenvereinbarung gefordert, die jedem Milcherzeuger für
die ersten 66.666 Liter Milch einen Milchpreis von 50 Cent netto für
konventionelle Milch und 60 Cent netto für Bio-Milch garantiert.
"Dies würde dem Strukturwandel entgegenwirken, die Mengen begrenzen
und die ländlichen Räume in Funktion halten", so Grünzweil.
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