- 22.05.2015, 11:03:11
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„Orientierung“ am 24. Mai: Helfen, aber richtig – Immer mehr Asylwerber in Österreich
Wien (OTS) - Christoph Riedl-Daser präsentiert im in HD produzierten
ORF-Religionsmagazin "Orientierung" am Sonntag, dem 24. Mai 2015, um
12.30 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:
Helfen, aber richtig: Immer mehr Asylwerber in Österreich
Zeltlager für Flüchtlinge in Österreich - "beschämend" und "unwürdig"
sei das, war in den vergangenen Tagen zu lesen und zu hören. Und die
Diskussionen gehen weiter: Werden sich Bund und Länder auf eine
Neuregelung einigen? Wie steht es um das Angebot des
Verteidigungsministers, weitere Kasernen für die Unterbringung von
Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen? Lösungen sind jedenfalls, mit
Blick auf mehr als 10.000 Asylanträge allein in den ersten drei
Monaten des Jahres, dringend gefragt. Das weiß man auch in
Klosterneuburg: Dort sind derzeit mehr als 200 Asylwerber - unter
ihnen auch zahlreiche unbegleitete Minderjährige - in der
"Magdeburg-Kaserne" untergebracht. Doch nur noch wenige Tage, bis
Ende Mai, wird sich die Kaserne in Bundesbesitz befinden: Ein
Kaufvertrag ist bereits vorbereitet, das Stift Klosterneuburg wird
das Kasernengelände kaufen. Was dann mit den Flüchtlingen passiert?
Die Stiftsführung hat jedenfalls Hilfsbereitschaft signalisiert. Mit
dem Innenministerium und dem Klosterneuburger Bürgermeister wird über
mögliche Lösungen gesprochen. Für einen menschlichen Umgang mit den
Kriegsflüchtlingen in Klosterneuburg setzt sich derweil das
Caritas-Projekt "Kompa" ein: Nachbarschaftliche Begegnungen sollen
die Berührungsängste zwischen Einheimischen und Flüchtlingen
überwinden helfen. Und auch die Bürger/innen-Plattform
"Klosterneuburg hilft" versucht - durch Deutschkurse etwa -
"potenzielle Animositäten gegenüber den Fremden" erst gar nicht
aufkommen zu lassen. Ein Bericht von Klaus Ther.
Angst vor IS-Terror: Jesiden-Flüchtlinge in der Türkei
In Teilen Syriens, so wird gemeldet, sind IS-Kämpfer auch weiter auf
dem Vormarsch: Die syrische Stadt Palmyra haben die Dschihadisten
erst vor wenigen Tagen unter ihre Kontrolle gebracht. Rund die Hälfte
des syrischen Staatsgebiets sei damit bereits unter "IS-Herrschaft",
so die Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Und auch im Irak gehen
die Kämpfe zwischen der IS-Terrormiliz und regulären Truppen weiter.
Hunderttausende Menschen sind bereits geflüchtet, viele von ihnen in
die Türkei. Dort, im Südosten des Landes, haben auch zahlreiche
Angehörige der religiösen Minderheit der Jesiden - von den
Dschihadisten als "Teufelsanbeter" verfolgt - Zuflucht gesucht und
gefunden. Ein "Orientierung"-Team war dort. Ein Bericht von Detlef
Urban.
El Salvador: Die Seligsprechung eines Unbequemen
Mit einem großen Fest wird am Samstag in San Salvador Erzbischof
Oscar Arnulfo Romero seliggesprochen. Eine Herausforderung für das
Land. Denn El Salvador ist nach wie vor fest im Griff von Armut und
Gewalt. Romero, der wegen seines Einsatzes für Arme und Unterdrückte
1980 am Altar ermordet wurde, gilt heute vielen Engagierten als
einzigartiges Vorbild. "Er hat seinen Lehrstuhl zum Leuchtturm"
gemacht, sagt eine Theologin aus San Salvador. Aus Sicht einer
Pfarraktivistin in einer salvadorianischen Kleinstadt hatte Romero
alles, was einen Propheten auszeichnet: "Ein Prophet ist jemand, der
nicht nur ankündigt (anuncia), sondern auch anklagt (denuncia)." Die
Seligsprechung des "Märtyrers der Armen" war lange Zeit aus
politischen Gründen blockiert. Erst Papst Franziskus, der
lateinamerikanische Papst, gab grünes Licht. Oscar Romero wird über
El Salvador hinaus als "Santo de America" verehrt. Ein Bericht von
Christian Rathner.
Anlässlich der Seligsprechung von Erzbischof Romero am 23. Mai zeigt
ORF 2 am Pfingstsonntag, dem 24. Mai, um 19.52 Uhr die
"FeierAbend"-Ausgabe "Tod am Altar - Bischof Kräutler über Erzbischof
Romero" und am Dienstag, dem 26. Mai, um 22.35 Uhr die "kreuz und
quer"-Dokumentation "Romero - Mord am Altar".
Firmung mit 17? - Argumente für ein höheres Firmalter
Nach Taufe und Erstkommunion ist die Firmung - die "Gabe der Kraft
des Heiligen Geistes an die Gläubigen" - das dritte
Initiationssakrament in der römisch-katholischen Kirche. Jedes Jahr
werden in Österreich Tausende Jugendliche - meist im Alter zwischen
12 und 14 Jahren - gefirmt und somit "Vollbürger im Reiche Christi",
wie es offiziell heißt. Doch "die Firmung mit 12 ist oft die
feierliche Verabschiedung von der Kirche", so der Kurator der Pfarre
Innsbruck-Mühlau, in dessen Pfarre Jugendliche erst ab 15
beziehungsweise 16 Jahren zur Firmung gehen. Ähnlich äußert sich auch
der Jungschar- und Jugendseelsorger der Diözese Innsbruck, Wolfgang
Meixner, der meint, dass "die Firmung nicht der letzte Punkt" in der
katholischen Jugendarbeit sein sollte. Im erst kürzlich gegründeten
Pfarrverband Dornbirn hat man jetzt überhaupt das Firmalter generell
auf 17 Jahre angehoben. Was sich die Verantwortlichen davon erhoffen
und welche Argumente für ein höheres Firmalter sprechen, zeigt der
aktuelle "Orientierung"-Beitrag von Christoph Riedl-Daser.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.
Das gesamte TV-Angebot des ORF - ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF
SPORT + - ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen
zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden
sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090
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