- 17.04.2015, 13:00:23
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Kulturminister Ostermayer: Hier lässt man das Geschriebene hochleben
Eröffnung des Literaturmuseums im Grillparzerhaus in Wien
Utl.: Eröffnung des Literaturmuseums im Grillparzerhaus in Wien =
Wien (OTS) - "Es ist heute ein sehr schöner Moment für uns alle: die
alte Idee des Literaturdoyens Wendelin Schmidt-Dengler wurde nun dank
hervorragender Kooperation zwischen der Österreichischen
Nationalbibliothek und anderen Institutionen wie dem Österreichischen
Staatsarchiv und der Burghauptmannschaft im angepeilten Kosten- und
Zeitrahmen realisiert. Das Literaturmuseum gibt Einblick in die
Literaturgeschichte Österreichs seit der Aufklärung und ich freue
mich, dass die ehemalige Wirkungsstätte Franz Grillparzers, selbst
schon ein Stück österreichischer Kulturgeschichte, zugänglich gemacht
wurde", sagte Kulturminister Josef Ostermayer bei der Pressekonferenz
vor der Eröffnung des Literaturmuseums im Grillparzerhaus in Wien,
die gemeinsam mit Johanna Rachinger, der Direktorin der
Nationalbibliothek, und dem neuen Leiter und Kurator des
Literaturmuseums Bernhard Fetz abgehalten wurde.
"Hier in der Johannesgasse ist eine Perlenreihe entstanden:
Kooperationen mit benachbarten Kultureinrichtungen wie dem
Metro-Kinokulturhaus oder dem Staatsarchiv ermöglichen neue
innovative Einblicke in das weite Spektrum der Literatur und der
Geschichte unseres Landes", so der Kulturminister weiter.
Ostermayer hob auch die gelungene Gestaltung hervor: "Es war eine
Herausforderung in einem denkmalgeschützten Biedermeierhaus Literatur
lebendig zu zeigen und barrierefreien Zutritt zu ermöglichen. Die
ebenfalls denkmalgeschützten Archivregale wurden mit zeitgenössischer
Architektur kombiniert, das ist hervorragend gelungen. Hier ist ein
Ort entstanden, in dem wir das Geschriebene hoch leben lassen
können", so Ostermayer weiter.
650 Objekte wie Originalschriftsätze, Abreißgedichte oder
Romanbaupläne sind ausgestellt, 209 Autorinnen und Autoren werden in
44 Kapiteln auf 750 Quadratmetern auf zwei Ebenen mit Texten,
Hörproben und Filmausschnitten präsentiert. Dazu gibt es je ein
Stockwerk für Wechselausstellungen und für den Werkstattbetrieb. Für
Jugendliche wurde ein eigenes Vermittlungsprogramm entwickelt. Die
Baukosten von 2,8 Millionen Euro wurden vom Wissenschaftsministerium
(jetzt BMWFW), die Kosten für die Museumsgestaltung in der Höhe von
2,6 Millionen Euro vom Kulturministerium (im Bundeskanzleramt)
finanziert.
Johanna Rachinger freute sich über "die Entstehung dieses vierten
Museums der Österreichischen Nationalbibliothek, die das kulturelle
Leben des Landes um eine besondere Facette bereichert. Das
Literaturmuseum setzt ein sichtbares Zeichen für die österreichische
Literatur, die ohne Zweifel Weltrang hat."
Fotos von der Pressekonferenz sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at,
kostenfrei abrufbar.
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