- 16.04.2015, 14:44:21
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Autoindustrie: Österreich ist EU-weites Schlusslicht
Aufschwung am europäischen Automarkt – Österreich verzeichnet entgegen Trends Rückgang von -7,5 Prozent – politischer Handlungsbedarf
Utl.: Aufschwung am europäischen Automarkt – Österreich verzeichnet
entgegen Trends Rückgang von -7,5 Prozent – politischer
Handlungsbedarf =
Wien (OTS) - "Die Zahlen bestätigen, wovor wir ständig warnen. Es ist
unverständlich, dass die Politik weiterhin kontraproduktiv handelt
und gegen die Automobilindustrie agiert", so Dr. Felix Clary,
Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, angesichts der
heute, Donnerstag, veröffentlichten Zahlen des Europäischen
Automobilherstellerverbandes ACEA. Während es europaweit einen
Aufschwung am Automobilmarkt gibt (+ 8,5 Prozent), gingen die
Neuzulassungen in Österreich im ersten Quartal 2015 um 7,5 Prozent
zurück. Nur in insgesamt sechs EU-Mitgliedstaaten ging die Zahl der
Neuzulassungen zurück, unter ihnen ist Österreich das Schlusslicht.
"Während der europäische Automarkt blüht, werden in Österreich im
Zuge der aktuellen Steuerreform erneut die automotiven Steuern erhöht
und die Rahmenbedingungen für die Autobranche dadurch weiter
verschärft", warnt Clary. Die geplante Erhöhung des Sachbezugs für
Dienstfahrzeuge mit Privatnutzung über 120g/km CO2-Ausstoß von 1,5
auf 2,0 Prozent werde zu einem Rückgang im Firmenkundensegment
führen. Das Firmenkundengeschäft mache derzeit allerdings rund 60
Prozent der Neuzulassungen aus. Abgesehen davon wurden erst vor einem
Jahr die NoVA und die motorbezogene Versicherungssteuer erhöht.
Die Leitbranche Automobilwirtschaft trägt elf Prozent zum BIP bei
und jeder neunte Arbeitsplatz in Österreich geht auf sie zurück.
"Eine Schwächung der Automobilindustrie bedeutet auch eine Schwächung
der österreichischen Wirtschaft", betont Clary und weiter: "Das kann
nicht im Interesse der politischen Handlungsträger sein und ist
definitiv nicht im Interesse der Automobilindustrie. Die permanenten
Steuererhöhungen im automotiven Sektor sind rational nicht
nachvollziehbar und können demnach nur ideologisch gesteuert sein."
Man habe bereits mehrfach dargestellt, dass die Maßnahme aus fiskal-
und wirtschaftspolitischer sowie ökologischer Perspektive
kontraproduktiv ist.
Nachbesserungen gefordert
"Wir wünschen uns faire Rahmenbedingungen für die
Automobilindustrie in Österreich. Bei den geplanten Maßnahmen zur
Sachbezugs-Erhöhung für privat genutzte Dienstfahrzeuge sollte es
Nachbesserungen geben. Die CO2-Grenze sollte zumindest auf 130g/km
angehoben werden, alle alternativ betriebenen Fahrzeuge sollten vom
Sachbezug gänzlich ausgenommen und vorsteuerabzugsberechtigt sein.
Dies wäre im Sinne einer Ökologisierung und könnte einen Beitrag zum
Markterfolg von alternativen Antrieben leisten", so Clary.
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