• 27.02.2015, 08:57:52
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ÖAMTC: Objektiv keine stärkere Blendung durch LED-Heckleuchten (+ Foto)

Subjektive Wahrnehmung und Bauform können Eindruck der Blendung verstärken

Utl.: Subjektive Wahrnehmung und Bauform können Eindruck der
Blendung verstärken =

Wien (OTS) - In den vergangenen Jahren setzen in puncto
Fahrzeug-Beleuchtung immer mehr Hersteller auf LED
(Licht-emittierende Dioden). "Mit steigender Anzahl an Autos mit
LED-Heckleuchten erreichen den ÖAMTC immer mehr Anfragen von
Mitgliedern zu diesem Thema. Der Tenor: Man fühlt sich vor allem an
Kreuzungen, wenn der Vordermann durchgehend auf der Bremse steht,
stärker geblendet als bei Fahrzeugen mit herkömmlichen Rück- und
Bremslichtern", schildert ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.

Der Club hat daher wissenschaftlich untersucht, ob eine stärkere
Blendung durch LED objektiv messbar ist. "Grundsätzlich hat die
Messung ergeben, dass LED nicht stärker blendet als eine Heckleuchte
mit Glühlampe", fasst der ÖAMTC-Experte zusammen. "Eine größere
Sehbeeinträchtigung durch die Diodenlichter war nicht feststellbar."

Dennoch gibt es zwei Gründe, wieso viele Menschen das Gefühl
haben, von der LED-Technologie geblendet zu werden. Einerseits kann
die subjektive Wahrnehmung der Blendung bei jedem Menschen stärker
oder schwächer ausgeprägt sein. "Das hat auch damit zu tun, dass ein
Bremslicht auf LED-Basis wesentlich schneller, sozusagen blitzartig,
aufleuchtet, wenn der Vordermann bremst", so Kerbl. "Bei einer
Glühlampe dauert es ein wenig, bis die volle Leuchtkraft erreicht
wird. Dieser Unterschied wird eventuell als stärkere Blendung
wahrgenommen."

Andererseits kann die Bauform der LED-Heckleuchte entscheidend
dafür sein, ob der nachfolgende Fahrer sich geblendet fühlt. Der
ÖAMTC-Techniker erklärt: "Ist die Heckleuchte so geformt, dass die
Fläche, an der das Licht austritt, sehr klein ist, ist die
Leuchtdichte an dieser Stelle sehr hoch. Das kann den Eindruck von
Blendung hervorrufen." Die tatsächliche Sehleistung wird dadurch aber
nicht herabgesetzt, wie die ÖAMTC-Untersuchung mit 52 Probanden
gezeigt hat.

Tipp des ÖAMTC-Experten: Nicht direkt ins Licht sehen

Wer sich geblendet fühlt, sollte sich konzentrieren, nicht direkt
in die Leuchten der voranfahrenden Autos zu schauen. "Vor allem beim
Warten an der Ampel empfiehlt es sich, bewusst am Vordermann vorbei
zu blicken", rät der ÖAMTC-Techniker.

Die Fahrzeughersteller sollten nach Meinung des ÖAMTC-Experten
künftig auf adaptive Beleuchtung setzen, bei der die Lichtstärke
automatisch den Gegebenheiten angepasst wird. "Es ist sinnvoll,
beispielsweise bei schlechten Witterungsverhältnissen auch tagsüber
mit voller Leuchtkraft unterwegs zu sein", stellt Kerbl klar. "Im
Dunkeln und bei an der Kreuzung stehendem Fahrzeug kann die
Leuchtkraft hingegen reduziert werden."

Aviso an die Redaktionen: Fotos zu dieser Aussendung stehen unter
www.oeamtc.at/presse zum Download zur Verfügung.

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