- 25.02.2015, 13:57:38
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Industrie: Aktionsplan für wettbewerbsfähigen Forschungsraum nennt zentrale Handlungsfelder
IV-GS Neumayer: Österreich muss zum Innovation Leader aufsteigen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben - Synergieeffekte bestmöglich nutzen
Utl.: IV-GS Neumayer: Österreich muss zum Innovation Leader
aufsteigen, um international wettbewerbsfähig zu bleiben -
Synergieeffekte bestmöglich nutzen =
Wien (OTS/PdI) - "Die im Forschungsaktionsplan vorgeschlagenen
Maßnahmen zur Stärkung des Wissenschafts- und Forschungsstandorts
Österreich sind aus Sicht der Industrie absolut begrüßenswert -
ebenso wie die damit einhergehende Intention, sowohl die
FTI-Strategie des Bundes, als auch die 'Leitbetriebe
Standortstrategie', voranzutreiben", so der Generalsekretär der
Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph Neumayer, heute
Mittwoch. Sie würden zudem viele jener Forderungen aufnehmen, welche
die IV bereits in ihrer Ende Jänner präsentierten
IV-Hochschulstrategie formuliert habe. Zentral sei nun, dass es rasch
in die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen gehe. "Die Fakten
sprechen für sich und der Handlungsbedarf ist akut: Im Innovation
Union Scoreboard 2014 liegt Österreich in der Gruppe der 'Innovation
Follower' auf dem zehnten Platz. Um international wettbewerbsfähig zu
bleiben, müssen wir aber zum Innovation Leader aufsteigen", so
Neumayer.
Um dieses Ziel erreichen zu können, sei es gerade in Zeiten der
Konsolidierung notwendig, Synergieeffekte bestmöglich zu nützen.
Einen wichtigen Beitrag könnte dafür die im Aktionsplan geforderte,
einsehbare Forschungsinfrastrukturdatenbank von
Forschungseinrichtungen leisten. Ebenfalls müssten, wie im
Aktionsplan gefordert, die Projektbeteiligungen im europäischen
Rahmenprogramm 'Horizon 2020' stark forciert werden, um im
europäischen Wettbewerb weiterhin erfolgreich reüssieren zu können
und die Rückflussquote zu steigern. "Hierbei gilt es im Besondern,
den Anteil der innovativen Unternehmen in Horizon 2020 zu erhöhen",
so der IV-Generalsekretär.
Hochqualifizierten Nachwuchs sicherstellen
Aus Sicht der Industrie müsse insbesondere der hochqualifizierte
Nachwuchs für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort langfristig
sichergestellt sein und Österreich für internationale Talente
attraktiver gemacht werden. "Österreich verliert zu viele
Hochqualifizierte ans Ausland: In Summe wandert fast jede bzw. jeder
achte Hochqualifizierte aus Österreich ab", so Neumayer. Dazu brauche
es sowohl Nachwuchssicherung von "innen" als auch von "außen", durch
die Anziehung von internationalen Talenten. Zum einen gelte es daher,
Karrieremöglichkeiten in Wissenschaft und Forschung zu verbessern,
zum anderen sei die Ausweitung der Rot-Weiß-Rot-Karte auf
Bachelorabsolventinnen und -absolventen, inklusive der Verlängerung
der Suchfrist für einen Arbeitsplatz von derzeit sechs auf zwölf
Monate, verbunden mit einem Mehr an Servicequalität, nötig.
Unerlässlich sei es dabei, eine Willkommenskultur für Forscherinnen
und Forscher und hochqualifizierte Personen mit Migrationshintergrund
zu etablieren. "Bildung, Wissenschaft und Forschung sind die Basis
für die Gesellschaft, für den Wohlstand und damit auch die Basis für
mehr Arbeitsplätze", so Neumayer. Daher brauche es in Österreich mehr
"Sensibilität in der Gesellschaft für die Bedeutung von Bildung,
Wissenschaft und Forschung." Die Industrie begrüße daher das
Vorhaben, den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu
vertiefen, insbesondere durch intensivierte Maßnahmen im Bereich der
Wissenschaftskommunikation. Darüber hinaus sei es auch ein zentrales
Anliegen der Industrie, das Thema Entrepreneurship an Universitäten
stärker zu verankern und akademische Spin-offs zu forcieren.
Allerdings müsse auch festgehalten werden, dass die im Aktionsplan
festgehaltenen Maßnahmen zur Erreichung der Zielsetzung, Österreich
in die Gruppe der "Innovation Leader" zu bringen, nur einen Auszug
darstellen. "Gerade die Förderung von angewandter Forschung durch die
FFG oder die steuerliche Anreizsetzung durch die Forschungsprämie
stellen einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung und Ausweitung der
unternehmensnahen Forschungsaktivitäten dar", so Neumayer
abschließend.
Weitere Informationen: www.iv-net.at/medien
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