• 25.02.2015, 13:35:53
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Karmasin: "Medienkompetenz ist Zukunftskompetenz"

Familienministerin Karmasin und UBIT-Obmann Harl starten Initiative digi4family zur besseren Bewältigung von Medien-Alltagsherausforderungen für Familien

Utl.: Familienministerin Karmasin und UBIT-Obmann Harl starten
Initiative digi4family zur besseren Bewältigung von
Medien-Alltagsherausforderungen für Familien =

Wien (OTS) - Medien bestimmen unseren Alltag, Medien sind immer und
überall, oft parallel. Dass sich die Internet-Reichweitenentwicklung
in den letzten 15 Jahren verdreifacht hat und nun bei knapp 90% liegt
sowie 60% aller Jugendlichen täglich das Internet nutzen zeigen, dass
Medien in all ihren Formaten nicht mehr aus dem Familienalltag
wegzudenken sind. "Medienkompetenz wird zur Grundlagenkompetenz, um
angemessen in allen Gesellschaftsbereichen teilnehmen zu können.
Kompetenzverhältnisse drehen sich um: Kinder sind medienkompetenter
als ihre Eltern und Lehrer; Familien müssen die Chancen und Risiken
der (digitalen) Informationsgesellschaft gemeinsam erlernen",
erklärte Familien- und Jugendministerin Sophie Karmasin bei der
heutigen Präsentation von "digi4family", einer neuen Initiative des
Bundesministeriums für Familien und Jugend und des WKO-Fachverbandes
Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT).

"Medienkompetenz ist längst zu einer Frage der Fortentwicklung und
Zukunftsfähigkeit eines Landes geworden, daher möchte ich unsere
Familien bei der Bewältigung von Medien-Alltagsherausforderungen
unterstützen. Aus aktuellen Studien wissen wir, dass 79% der Eltern
Interesse am Medienverhalten ihrer Kinder zeigen, sich jedoch oft
überfordert fühlen. Hier möchten wir mit digi4family ansetzen, denn
digi-fitte Kinder brauchen digi-fitte Eltern", erläuterte Karmasin.
Im Vordergrund dieser Initiative sollen die NutzerInnen von digitalen
Medien stehen und nicht die Technologie.

UBIT-Obmann Alfred Harl betonte, dass Informations- und
Kommunikationstechnologien bei mehr als 250 Millionen europäischen
Internetnutzern nicht mehr aus dem Alltagsleben wegzudenken seien: :
ob in der Schule, im täglichen Leben, beruflich oder privat.
Gemeinsames Ziel sei es daher, Rahmenbedingungen für eine
erfolgreiche Vernetzung der Generationen zu schaffen, um Kindern und
Eltern die Möglichkeit zu geben digitale Kompetenzen gemeinsam zu
erwerben. "Insbesondere bei den älteren Generationen gibt es großes
Ausbaupotenzial, es nutzen beispielsweise nur 36% der 65-74-Jährigen
mobiles Internet. Digitale Kompetenzen schaffen gegenseitiges
Vertrauen, Offenheit und Transparenz und verbessern die Kommunikation
der Generationen", so Harl weiter.

Medienkompetenz heiße aber auch Erlernen von Medienabstinenz, denn
33,6% der Jugendlichen sind Digital Natives und können sich daher ein
Leben ohne Handy kaum vorstellen. Auch nur 58% der Eltern vereinbaren
Regeln für die Internetnutzung ihrer Kinder. "Während ein kompetenter
Umgang mit neuen Medien das Leben erleichtert, ist es gleichzeitig
wichtig auch die Risiken zu kennen. So wurden bereits 51% der
Jugendlichen mit "Sexting" konfrontiert, 28% der österreichischen
Kinder hatten bereits Kontakt zu schädlichen benutzergenerierten
Inhalten wie Selbstmordforen oder Pro-Anorexia-Seiten und 20% aller
Jugendlichen sind bereits online gemobbt worden", so die
Familienministerin und weiter "mit einer breiten Palette an Maßnahmen
möchten wir durch Aufklärung und Beratung solchen Negativtrends
entgegen wirken".

Gemeinsam mit Safer Internet und werdedigital.at bietet das BMFJ eine
Vielzahl an Workshops und Publikationen für Jugendliche, Eltern,
Erziehende, Multiplikator/-innen zu den Themen Chancen und Risiken
von Computerspielen an. Die Bundesstelle für die
Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen bietet
unabhängige Information zu digitalen Spielen, und digitale
Schulbücher sollen künftig vermehrt forciert werden.

Österreichs Digital Champion, Meral Akin-Hecke, begrüßt die
Initiative von Familienministerin Sophie Karmasin: "Digitale
Kompetenzen müssen Familiensache werden", so Akin-Hecke, die das
Thema mit ihrer Plattform werdedigital.at intensiv forciert.
"Innerhalb von Familien muss damit ein generationenübergreifender
Dialog entstehen. Digitale Kompetenz muss aktiv von allen
Generationen gelebt werden: von Kindern und Eltern, von Jugendlichen
und Senioren", so Akin-Hecke.
Auch Saferinternet.at, die österreichische Informationsstelle für die
sichere und verantwortungsvolle Nutzung digitaler Medien, freut sich
über die Initiative digi4family des Jugendministeriums. Unter diesem
Dach wird die bisherige Zusammenarbeit rund um Internetsicherheit und
Medienkompetenz weiter ausgebaut mit einem speziellen Fokus auf die
Bedürfnisse von Familien. Zahlreiche Tipps und praktische Infos gibt
es schon jetzt auf www.saferinternet.at.

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