- 12.02.2015, 10:30:16
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Oberhauser/Sima: Bund und Stadt Wien gemeinsam gegen den illegalen Welpenhandel
Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung für informierte Entscheidungen statt Spontankäufe
Utl.: Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung für informierte
Entscheidungen statt Spontankäufe =
Wien (OTS) - Im Kampf gegen den illegalen Welpenhandel und dem damit
verbundenen Tierleid schmieden die Stadt Wien und der Bund nun eine
Allianz. Tierschutzministerin Sabine Oberhauser und Wiens
Tierschutzstadträtin Ulli Sima machen sich gemeinsam gegen die
illegalen Machenschaften der Welpenmafia stark. In Europa gibt es ca.
120 Millionen Hunde und Katzen. Viele Menschen wünschen sich als
treuen Begleiter ein Haustier, wie z. B. einen Hund. Der Kauf eines
Hundes sollte aber niemals unüberlegt geschehen, denn mit einem Hund
erwirbt man einen treuen Freund und ein Familienmitglied für viele
Jahre. "Daher: Augen auf beim Hundekauf!", so Oberhauser und Sima
unisono. "Gemeinsam wollen wir das Tierleid abstellen", freut sich
Sima über die Allianz. ****
"Es ist mir ein besonderes Anliegen, Konsumentinnen und Konsumenten
vor skrupellosen Geschäftemachern zu warnen, die aus dubiosen Quellen
stammende Hundewelpen in großem Stil illegal und ohne jegliche
tierärztliche Kontrolle im Kofferraum ihres Autos nach Österreich
bringen, um sie hier gewinnbringend zu verkaufen. Viele dieser armen
Hunde sind zu jung, ungeimpft und daher auch kränklich, wodurch das
Leid des Tieres und seines neuen Besitzers bzw. der neuen Besitzerin
vorprogrammiert ist", erklärt Tierschutzministerin Oberhauser.
Das BMG setzt neben der Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen
insbesondere auf Aufklärung, Information und Öffentlichkeitsarbeit.
"Die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass die Schaffung neuer
gesetzlicher Regelungen ohne intensive Diskussion und
Bewusstseinsbildung wenig zur Verbesserung und zur Akzeptanz von
gelebtem Tierschutz beiträgt. Es geht also darum, darüber
aufzuklären, wo ein Tier gekauft werden sollte, was es heißt,
Verantwortung für ein Tier zu übernehmen und welche dramatischen
Folgen der Kauf bei unseriösen VerkäuferInnen hat. Informierte
Entscheidungen statt Spontankäufe, lautet die Devise", betont
Oberhauser.
Um das Bewusstsein über die Problematik des illegalen Tierhandels zu
schärfen, hat das BMG die Broschüre "Augen auf beim Hundekauf" und
"Augen auf beim Wildtier- und Exotenkauf" produziert. Auch die
Informationsbroschüre für HundehalterInnen "Hunde sicher verstehen",
die in Zusammenarbeit mit dem Verein "Tierschutz macht Schule"
erstellt wurde, soll das Verständnis zwischen Hund und Mensch
fördern. Alle Broschüren und weiteres Informationsmaterial sind auf
der Homepage des BMG, www.bmg.gv.at, veröffentlicht und können als
Online-Dokument heruntergeladen oder gratis bestellt werden.
Auch die Stadt Wien hat zahlreiche Informationsmaterialen zum Thema
erstellt, die unter
www.wien.gv.at/umwelt/natuerlich/welpenhandel.html zur Verfügung
stehen. Außerdem veranschaulicht ein neuer Kurzfilm der
Tierschutzstadträtin Ulli Sima das Tierleid, das hinter dem
Welpenhandel steckt, zu sehen unter http://youtu.be/FsK3k59Wdec.
Wiener Studie belegt große Erfolge im Kampf gegen illegalen
Onlinehandel
Die Stadt Wien kämpft seit längerem mit vielen Verbündeten gegen den
illegalen Welpenhandel. Gemeinsam mit TierschützerInnen, den VIER
PFOTEN und der Wiener Polizei konnten im letzten Jahr viele illegale
Machenschaften aufgedeckt werden. Mittels Scheinkäufen wurden
zahlreiche illegale Käufer angezeigt und Tiere abgenommen. "Ein
zentrales Anliegen sind uns die Online-Plattformen, die ein wahrer
Tummelplatz illegaler Angebote sind. Es freut mich sehr, dass wir mit
bazar.at und tieranzeigen.at zwei große Player für uns gewinnen
konnten - beide Plattformen lassen keine privaten Tierinserate mehr
zu", freut sich Wiens Tierschutzstadträtin Ulli Sima.
Die Stadt Wien hat die Machenschaften im Internet auch mit einer
großangelegten Studie begleitet, die nach einem Jahr klar aufzeigt,
dass die Inserate zu Tieren generell stark abgenommen haben. So sind
die Inserate in Wien zu Hunden in einem Jahr um fast 39 %
zugrückgegangen - zurückzuführen auf massive Öffentlichkeitsarbeit,
Scheinkäufe und daraus resultierende Anzeigen.
"Ich freue mich, dass wir nun gemeinsam mit Tierschutzministerin
Oberhauser den Kampf gegen den illegalen Tierhandel verstärken. Wir
wollen andere Bundesländer mit einbeziehen und auch auf EU-Ebene
wollen wir eine breite Debatte über die Thematik anstoßen", erklärt
Sima und appelliert abschließend an alle TierfreundInnen, "mit uns
gemeinsam gegen dieses Tierleid vorzugehen - Billigwelpen aus dem
Internet und dem Kofferraum leiden enorm, sind oft viel zu jung,
krank und traumatisiert. Bitte melden Sie jeden Verdachtsfall bei der
Tierschutzhelpline der Stadt Wien unter 01/4000-8060." (Schluss
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