• 04.02.2015, 11:19:18
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Ruck: Flächendeckende LKW-Maut schadet Wien

Von Bundesländern geforderte flächendeckende LKW-Maut ist neue Massensteuer - Massiver Schaden für regionale Wirtschaft - Konjunktur und Wirtschaftswachstum werden geschwächt

Utl.: Von Bundesländern geforderte flächendeckende LKW-Maut ist neue
Massensteuer - Massiver Schaden für regionale Wirtschaft -
Konjunktur und Wirtschaftswachstum werden geschwächt =

Wien (OTS) - "Die Wirtschaft kämpft mit einer der schwächsten
Konjunkturentwicklungen in ganz Europa. Wir brauchen jetzt
wirtschaftsbelebende Maßnahmen und sicher keine neuen Massensteuern
wie die flächendeckende LKW-Maut. Das wäre widersinnig und einfach
nur kontraproduktiv", sagt Walter Ruck, Präsident der
Wirtschaftskammer Wien, in Richtung Bundesländer. Manche
Verkehrslandesräte forcieren die Einführung einer bundesweiten,
flächendeckenden LKW-Maut. Univ. Prof. Dr. Sebastian Kummer vom
Institut für Transportwirtschaft und Logistik an der WU Wien hat im
Auftrag der Wirtschaftskammern Österreichs eine Studie über die
flächendeckende LKW-Maut durchgeführt. Mit dem Ergebnis, dass es
negative volkswirtschaftliche Auswirkungen gibt, sollte diese Maut
tatsächlich kommen:

- Die Maut trifft hauptsächlich Industrie-, Gewerbe-, Handels- und
Transportunternehmen. Ausländische Unternehmen wären kaum belastet.
Der Wirtschaftsstandort verliert an Attraktivität:
o 70 Prozent der Unternehmen gehen von einer Verschlechterung der
Wettbewerbsfähigkeit aus.
o Besonders betroffen: KMU, transportintensive Branchen und speziell
Unternehmen der Nahversorgung.

- Konsumenten sind stark betroffen, denn zusätzliche Mautkosten
werden soweit wie möglich auf Produktebene weiterverrechnet. Deshalb
wird eine flächendeckende LKW-Maut wohl auch als Massensteuer wirken:
o pro Kopf muss man dann zwischen 63 und 77 Euro pro Jahr mehr für
Konsumgüter ausgeben
o für eine vierköpfige Familie entstehen Mehrkosten von bis zu 310
Euro pro Jahr
o insgesamt wird die Bevölkerung mit ca. 500 Mio. Euro zusätzlich
belastet

- Alleine die öffentliche Hand müsste Erstinvestitionen von
mindestens 350 Mio. tätigen, damit die Umsetzung einer
flächendeckenden Maut mittels Satellitentechnologie überhaupt
technisch möglich wäre. Kosten, die ebenfalls wieder der
Allgemeinheit aufgebürdet werden. Außerdem werden wesentliche Teile
der potentiellen Einnahmen durch hohe Systemkosten aufgezehrt, sodass
auch aus dieser Sicht die Sinnhaftigkeit dieser Maut-Steuer mehr als
fraglich ist.

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