- 04.12.2014, 12:47:30
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Klares "Nein" zu getarnter Mietzinsobergrenze
Mietzinsobergrenzen vernichten Volksvermögen, reduzieren das Angebot an Mietwohnungen und Investitionen in Wohnraum massiv
Utl.: Mietzinsobergrenzen vernichten Volksvermögen, reduzieren das
Angebot an Mietwohnungen und Investitionen in Wohnraum massiv =
Wien (OTS) - Mietzinsobergrenzen - auch wenn sie im aktuellen
Gesetzesentwurf als Basiszins mit fixen Zu-und Abschlägen getarnt
sind - verschärfen die geringe Angebotssituation an Wohnungen weiter
und vernichten österreichisches Volksvermögen nachhaltig. Michael
Pisecky, Obmann der Wiener Fachgruppe der Immobilientreuhänder: "Ein
staatlich festgelegter Basismietzins mit fixiertem Lagezuschlag ist
nichts anderes als eine Mietzinsobergrenze. Dies ist aber ein völlig
ungeeignetes Mittel um vermietbaren Wohnraum in Ballungsgebieten zu
erhalten und neuen zu schaffen. Daher gibt es von uns dazu ein klares
`Nein`."
Pisecky weiter: "Vom aktuell vorliegende Gesetzesentwurf Vorschlag
betroffen wäre vorrangig der Altbau. In Wien lohnt sich aufgrund des
niedrigen Richtwertes das Vermieten vor allem in Gründerzeitvierteln
schon jetzt nicht mehr. Nun soll ganz Österreich auf dieses Niveau
sinken. Das Ergebnis wird sein, dass Mietwohnungen als
Eigentumswohnungen verkauft werden. So verschwinden noch mehr
Altbau-Mietwohnungen vom Mietmarkt und werden von einkommensstärkeren
Bevölkerungsgruppen übernommen. Der private Altbau ist aber der
einzige Bereich, der für sozial schwächere Zuwanderer in Wien
Wohnmöglichkeiten bietet. Zu Gemeindewohnungen haben sie rechtlich
keine Zugangsmöglichkeit und für Genossenschaftswohnungen gibt es
meist lange Wartezeiten. Der Gesetzesentwurf würde also genau das
Gegenteil bewirken als gewollt ist."
Auch private Investitionen in vermietbaren Wohnraum würden
schlagartig uninteressant, zigtausende Arbeitsplätze in der Bau- und
Immobilienbranche massiv gefährdet und der Wirtschaftsstandort
Österreich nachhaltig geschädigt werden. Über 50% der Österreicher
wohnen in einer Eigentumswohnung oder in einem Eigenheim. Durch eine
künstliche Mietgrenze würde auch der Wert dieser Wohnräume -
vorrangig in den Bundesländern -massiv sinken und damit große Teile
des Ersparten der Menschen vernichtet werden.
Selbst der Mieterbund (ÖMB) hat in seiner gestrigen Aussendung
festgestellt, dass künstliche Mietzinsdeckelungen kein geeignetes
Mittel sind um leistbares Wohnen zu erreichen und lediglich
Schwarzzahlungen nach sich ziehen.
Positiv bewertet wird der Vorschlag den Errichtungszeitraum der
Gebäude nicht mehr als Basis der Mietzinsberechnung herzunehmen.
Pisecky: "Wer jedoch fordert, dass nur noch bei Eigenbedarf befristet
vermieten werden darf, greift massiv in das Eigentumsrecht der
Menschen ein. Niemand wird mehr in Immobilien investieren, wenn er
fix an eine Miete gebunden ist, die die Kosten nicht deckt und außer
einem Verkauf keinerlei Verfügungsmöglichkeiten übrig lässt. Wir
fordern statt den ständigen Rufen nach staatlicher Zwangsmaßnahmen,
dass die Politik endlich seriös darüber nachdenkt, wie man Anreize
für Investitionen in neuen Wohnraum schaffen, mehr bedarfsgerechte
geförderte Wohnungen errichten und nicht mehr zeitgemäße
Mieterprivilegien wie z.B. Eintrittsrechte in Uraltmietverträge
abändern kann. Denn es können nur mehr leistbaren Wohnungen
geschaffen werden, wenn Vermieten interessant ist. Weitere staatliche
Eingriffe zusätzlich zu den bereits überbordenden Mieterrechten sind
der falsche Weg."
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