- 14.11.2014, 13:45:27
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SP-Schmid: Vandalenakt gegen die Gedenktafel für ermordete JüdInnen ist auf das Schärfste zu verurteilen
Wien (OTS/SPW) - "Ich bin entsetzt über diesen abscheulichen Akt der
Zerstörung. Die Zerstörung der Gedenktafel für ermordete Jüdinnen
und Juden in Hietzing ist Zeugnis einer niederträchtigen Gesinnung,
die unsere gemeinsame Verachtung verdient." Mit diesen Worten
reagierte der Vorsitzende der SPÖ Hietzing, Gerhard Schmid am Freitag
auf die Nachricht, dass in der Nacht vom 13. auf den 14. November die
Gedenktafel beim Gymnasium in der Fichtnergasse zerstört worden war.
"Wir werden die Demokratie und Rechtsstaatlichkeit mit allen zur
Verfügung stehen Mitteln verteidigen uns sichern", so Schmid weiter.
Robert Streibel, der Direktor der VHS Hietzing hielt fest: "Wer
glaubt mit dieser Zerstörung die Erinnerung an die Opfer zu
verhindern, hat sich getäuscht. Die Tafel wird restauriert und
neuerlich aufgestellt." ****
Die Tafel an der Ecke Kupelwiesergasse/Fichtnergasse war am 10.
November in einem Festakt von SchülerInnen des Gymnasiums
Fichtnergasse und der der Bezirksvertretung enthüllt worden.
Gemeinsam mit der VHS Hietzing hatten Schülerinnen die Daten der
ermordeten Schüler recherchiert. Die Tafel umfasst die Namen von 16
BewohnerInnen, die in der Kupelwiesergasse und in der Fichtnergasse
gewohnt haben und sieben Schüler und einem Lehrer des Gymnasiums
Fichtnergasse.
Nach dem Vandalenakt in der Nacht von Donnerstag auf Freitag sind die
Fußabdrücke deutlich auf der Gedenktafel zu sehen, der Rahmen wurde
verbogen, die Tafel aus der Verankerung gerissen und die Tafel mit
Aufklebern für ein "rechtes Europa" beklebt. Seitens der VHS-Hietzing
wurde unverzüglich die Anzeige bei der Polizei erstattet. (Schluss)
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