- 07.11.2014, 12:12:00
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LK Österreich zum Milchpreis: EU muss Milchbauern nun Rücken stärken
Österreichische Milch hat Spitzenqualität: Preissenkungen völlig unbegründet
Utl.: Österreichische Milch hat Spitzenqualität: Preissenkungen
völlig unbegründet =
Wien (OTS) - "Durch Putins Barrierepolitik ist der Milchmarkt
europaweit unter Druck geraten. Doch statt in dieser schwierigen Lage
Solidarität zu beweisen, senkt der Lebensmittelhandel die
Milchpreise. Die Bauernvertretung hat die Europäische Kommission
schon mehrmals aufgefordert, den Milchbetrieben den Rücken zu
stärken, indem sie die Märkte entlastet. Die Instrumente dafür sind
vorhanden, sie gehören nun nachgeschärft und rasch eingesetzt: Der
Referenzpreis, der seit vielen Jahren bei 22 Cent je kg liegt, muss
in Richtung 30 Cent angehoben werden. Nur so kann er als
Sicherheitsnetz wirken. Die Private Lagerhaltung bei Käse ist
fortzuführen und die Superabgabe, die ja in erster Linie von jenen
Betrieben bezahlt wird, die schon jetzt - ein halbes Jahr vor Ende
der Milchquote - an die Zukunft glauben, ist für den Milchbereich
einzusetzen. Das alles muss nun im Sinne unserer Bäuerinnen und
Bauern sehr schnell gehen", erklärte heute Josef Moosbrugger,
Vorsitzender des Ausschusses für Milchwirtschaft der LK Österreich
und Präsident der LK Vorarlberg.
Österreich ist kein Land der Billigstpreise
"Österreichs Milch liegt im internationalen Vergleich auf den
Spitzenplätzen. Das zeigen unsere Exporterfolge, denn fast 50% des
Umsatzes werden bereits auf den Auslandsmärkten erzielt.
Regionalität, höchste Qualitätsstufen und das AMA-Gütesiegel sind
Leistungen unserer Milchwirtschaft. Das weiß auch der
Lebensmittelhandel, der davon seit Jahren profitiert. Unser Land hat
eine kleinstrukturierte naturnahe Landwirtschaft", stellte
Moosbrugger fest.
"Unsere Milchbauern bewirtschaften das Grünland sowie die Almen
und wir haben einen hohen Anteil an biologischer Landwirtschaft.
Gentechnikfreie Fütterung wird ohnehin schon lange als
selbstverständlich vorausgesetzt. Der österreichische Weg der
Milchwirtschaft orientiert sich an Wertschöpfung und Qualität. Das
alles zeigt: Österreich ist kein Land der Billigstpreise. Wir wollen
den in- und ausländischen Kunden weiterhin Spitzenqualität anbieten.
Dafür brauchen wir Partner, die nicht nur mit Worten, sondern auch
mit Taten solidarisch sind. Und dazu brauchen wir von der Politik in
Brüssel rasch Maßnahmen, die den Milchbauern den Rücken stärken", so
Moosbrugger.
(Schluss)
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