PVÖ-Edlinger: Steuerreform nicht auf den "St. Nimmerleinstag" verschieben

Entlastung der ArbeitnehmerInnen und PensonistInnen 2015 umsetzen

Wien (OTS/SPW) - Gegen die seitens des Finanzministeriums jüngst gemachten Aussagen, die Steuerreform sei erst im Jahr 2016 - und zu diesem Zeitpunkt möglicherweise auch nur teilweise - umsetzbar, wendet sich der Vizepräsident des Pensionistenverbandes Österreichs, Bundesminister a.D. Rudolf Edlinger. "Die Steuerreform muss rasch, spätestens 2015, auch im Sinne einer Wirtschaftsankurbelung umgesetzt werden", fordert Edlinger.****

Es sei, so Edlinger weiter, genug Geld in Österreich vorhanden, um die Steuerreform gegenzufinanzieren. Edlinger: "Dazu gehört die Stopfung von Steuerschlupflöchern, eine intensive Bekämpfung der Schwarzarbeit, die Einführung der elektronischen Registrierkassenpflicht sowie auch und vor allem eine gerechte Verteilung der Steuerlast und damit eine Erhöhung bzw. Einführung von vermögensbezogenen Steuern. Während Österreich bei Vermögenssteuern in den OECD-Staaten derzeit am unteren Ende der Skala aufscheint, liegt es bei den Einkünften aus Arbeit und Pensionen an der Spitze. Das ist ein Zustand, der nicht länger hingenommen werden kann", meinte Edlinger.

Wie dringend eine Steuerreform wäre, unterstreiche zudem auch die Tatsache, dass heuer erstmals die Einnahmen aus der Lohnsteuer jene aus der Umsatzsteuer überstiegen. Edlinger: "Die Kosten für die Sanierung des Budgets tragen bislang hauptsächlich die ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen. Es ist daher längst an der Zeit, auch jene ÖsterreicherInnen zur Kasse zu bitten, die aus der Krise nicht nur keine Verluste, sondern sogar zum Teil saftige Gewinne einstreichen konnten".

Nicht zuletzt sprach sich Edlinger zudem gegen Vorschläge des ÖVP-Finanzministers aus, Teile des Steuerreform-Volumens in zusätzliche Förderungen für Unternehmen oder für familienpolitische Maßnahmen umzuleiten. "Die Senkung der Lohnsteuer muss zur Gänze den ArbeitnehmerInnen und PensonistInnen zugute kommen. Es kommt jedenfalls für den PVÖ nicht in Frage, dass sich diese beiden Gruppen die Steuerreform über Umwege letztlich selbst bezahlen", schloss Edlinger. (Schluss)

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