- 24.10.2014, 13:56:31
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PVÖ-Edlinger: Steuerreform nicht auf den "St. Nimmerleinstag" verschieben
Entlastung der ArbeitnehmerInnen und PensonistInnen 2015 umsetzen
Utl.: Entlastung der ArbeitnehmerInnen und PensonistInnen 2015
umsetzen =
Wien (OTS/SPW) - Gegen die seitens des Finanzministeriums jüngst
gemachten Aussagen, die Steuerreform sei erst im Jahr 2016 - und zu
diesem Zeitpunkt möglicherweise auch nur teilweise - umsetzbar,
wendet sich der Vizepräsident des Pensionistenverbandes Österreichs,
Bundesminister a.D. Rudolf Edlinger. "Die Steuerreform muss rasch,
spätestens 2015, auch im Sinne einer Wirtschaftsankurbelung umgesetzt
werden", fordert Edlinger.****
Es sei, so Edlinger weiter, genug Geld in Österreich vorhanden, um
die Steuerreform gegenzufinanzieren. Edlinger: "Dazu gehört die
Stopfung von Steuerschlupflöchern, eine intensive Bekämpfung der
Schwarzarbeit, die Einführung der elektronischen
Registrierkassenpflicht sowie auch und vor allem eine gerechte
Verteilung der Steuerlast und damit eine Erhöhung bzw. Einführung von
vermögensbezogenen Steuern. Während Österreich bei Vermögenssteuern
in den OECD-Staaten derzeit am unteren Ende der Skala aufscheint,
liegt es bei den Einkünften aus Arbeit und Pensionen an der Spitze.
Das ist ein Zustand, der nicht länger hingenommen werden kann",
meinte Edlinger.
Wie dringend eine Steuerreform wäre, unterstreiche zudem auch die
Tatsache, dass heuer erstmals die Einnahmen aus der Lohnsteuer jene
aus der Umsatzsteuer überstiegen. Edlinger: "Die Kosten für die
Sanierung des Budgets tragen bislang hauptsächlich die
ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen. Es ist daher längst an der
Zeit, auch jene ÖsterreicherInnen zur Kasse zu bitten, die aus der
Krise nicht nur keine Verluste, sondern sogar zum Teil saftige
Gewinne einstreichen konnten".
Nicht zuletzt sprach sich Edlinger zudem gegen Vorschläge des
ÖVP-Finanzministers aus, Teile des Steuerreform-Volumens in
zusätzliche Förderungen für Unternehmen oder für familienpolitische
Maßnahmen umzuleiten. "Die Senkung der Lohnsteuer muss zur Gänze den
ArbeitnehmerInnen und PensonistInnen zugute kommen. Es kommt
jedenfalls für den PVÖ nicht in Frage, dass sich diese beiden Gruppen
die Steuerreform über Umwege letztlich selbst bezahlen", schloss
Edlinger. (Schluss)
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